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Insurtech und neue Wettbewerber

Finanztest - Knip und Clark sind die besten App-Makler

Der Makler für die Westentasche: Online-Makler drängen immer mehr auf den Markt (Symbolbild).Stocksnap@Pixabay.com

Das Verbrauchermagazin "Finanztest" hat für die aktuelle Heftausgabe 10/2017 insgesamt sieben App-Versicherungsmakler getestet. Das Fazit der Tester: Diese Insurtechs bieten eine gute Idee, seien aber aufgrund von Beratungsdefiziten eher für informierte Kunden geeignet. Testsieger in der Gesamtwertung wurde Knip vor Clark.

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Das Verbrauchermagazin „Finanztest“ hat Versicherungsmakler-Apps getestet. Also jene ehrgeizigen Insurtechs, die nach und nach auf den Markt drängen und den alteingesessenen Maklern Kunden abspenstig machen wollen. Die Apps stehen mit wenigen Klicks zum Download bereit und versprechen, dass der Kunde auch problemlos seine Versicherungsverträge online verwalten könne. Insgesamt kamen sieben Anbieter in die Auswahl: Asuro, Clark, Feelix, Getsafe, Knip, Ted und Wefox.

Doch was taugen die neuen App-Makler? Können sie ihr Versprechen halten, den Kunden nicht nur bei der Wahl des richtigen Versicherungsvertrages zu helfen, sondern ihn auch zu beraten und ein Instrument für die Verwaltung der Verträge in die Hand zu geben? Der Versicherungsbote hatte sich bereits mehrfach kritisch zu dem Geschäftsmodell geäußert – auch, weil die Kunden oft nicht wissen, dass sie dem App-Anbieter ihr Maklermandat übertragen und mit wenigen Klicks ihren „alten“ Makler verlieren.

„Gute Idee“ - für informierte Kunden

Auch „Finanztest“ hat an fast allen Anbietern etwas auszusetzen, sei es mit Blick auf die AGB, den Datenschutz oder Beratungslücken. Dennoch schließen zwei App-Makler immerhin mit der Gesamtnote „gut“ ab: Knip mit Gesamtnote 2,1 und Clark mit 2,2. Vier Digi-Maler wurden mit „befriedigend“ bewertet: Feelix (3,0), Getsafe (3,3), Ted (3,3) und Asuro (3,4). Wefox erzielte die niedrigste Bewertung mit „ausreichend“.

Die Makler-Apps könnten die persönliche Beratung durch einen Versicherungsmakler nicht ersetzen, konstatiert zugleich „Finanztest“. Derartige Makler-Apps seien „eine gute Idee“, würden sich aber wegen bestehender Beratungsdefizite eher für „informierte Kunden“ mit geringem Beratungsbedarf eignen, schreibt das Verbrauchermagazin. „Viele Beratungen waren nicht bedarfsgerecht“, so das Fazit der Tester.

Keine App berät „sehr gut“

Als wichtigster Leistungspunkt floss laut „Finanztest“ die „Beratungsleistung und Kundeninformation“ in die Gesamtnote ein: Sie wurden zu 65 Prozent gewichtet. Weitere 25 Prozent der Punkte gab es, wenn die Maklerpflichten erfüllt wurden. Der Datentransfer war ein weiterer Gradmesser für das Testergebnis. Wurde der Datenschutz verletzt oder waren die AGB mangelhaft, gab es Punktabzug.

Getestet wurde die Beratung der Online-Makler am Beispiel einer Privathaftpflicht, Unfallversicherung und einer Hausratversicherung. Hier fällt auf, dass sehr komplexe Verträge mit Gesundheitsfragen nicht getestet wurden, obwohl einige App-Makler auch diese anbieten: etwa Berufsunfähigkeits- oder private Krankenvollversicherungen.

Gerade bei der so wichtigen Beratung zu den Versicherungsverträgen lässt der Test aufhorchen. Denn hier schlossen nicht die Testsieger am besten ab, sondern weiter hinten platzierte App-Makler. Kein Anbieter habe „sehr gut“ beraten, berichtet Finanztest. Stattdessen landet Ted mit Teilnote „gut“ in dieser Kategorie auf dem ersten Rang (Note 1,6). Feelix platzierte sich auf Rang Zwei mit Note 2,4. Diese waren auch die einzigen beiden Anbieter, die hinsichtlich ihrer Beratungsleistung mit „gut“ abschneiden konnten. Das heißt: Selbst die Testsieger im Gesamtranking haben nach Interpretation der Tester nur „befriedigend“ beraten. Die schlechteste Note bekam hier Wefox mit „ausreichend“ (4,4).

Datentransfer bei vielen Anbietern "sehr gut"

Beim Leistungspunkt „Maklerpflichten“ wurde gewertet, ob sich der Online-Anbieter frühzeitig als Makler zu erkennen gibt und erklärt, was dessen Aufgaben sind. Hier konnte Knip sein befriedigendes Ergebnis bei der Beratung wieder ausgleichen: das Insurtech landete mit der Gesamtnote 1,5 in dieser Teildisziplin auf den ersten Rang. Tatsächlich argumentiert Knip bereits auf seiner deutschen Startseite, dass man als Online-Makler tätig ist und der Kunde ein Maklermandat erteilt. Hier hat sich die Transparenz deutlich verbessert.

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Beim Policenimport, also der Frage, ob alte und neue Verträge schnell und übersichtlich in die App eingepflegt werden, konnten gleich vier Anbieter mit der Note „sehr gut“ (0,5) Punkten: Clark, Getsafe, Knip und Wefox. „Finanztest“ wertete hier auch, ob und wie schnell die Versicherer informiert werden, dass der Online-Makler nun Ansprechpartner für die Vertragsverwaltung ist.

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