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Fintechs und Start-ups

Check24 startet Offensive gegen Fintechs wie Clark

Die Frau aus dem Werbeclip hat gut lachen: Das Vergleichsportal Check24 will mit einem digitalen Versicherungsordner und mächtig Finanzkraft die Fintechs herausfordern.Screenshot Check24.de

Das Vergleichsportal Check24 macht mobil gegen Fintechs wie Clark und Co. Eine neue App soll es erlauben, auch externe Versicherungsverträge in einem Ordner zu verwalten, die nicht über das Portal abgeschlossen wurden. Weitere Anwendungen sind geplant, die bisher von Fintechs bedient werden. Für Versicherungsmakler gibt es eine gute Nachricht: Check24 will darauf verzichten, bei externen Verträgen sich das Maklermandat übertragen zu lassen.

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Auch für das Vergleichsportal Check24, beim Vertrieb von Versicherungen als eingetragener Makler aktiv, bedeutet die Konkurrenz durch Fintechs wie Clark eine Bedrohung. Und so hat das Münchener Unternehmen in den vergangenen Wochen gleich mehrere Tools in Startposition gebracht, mit denen man die Fintech-Branche frontal angreifen will. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“ in seiner aktuellen Ausgabe (6/2017).

„Wir gehen jetzt genau in die Fintech-Segmente hinein“

"Wir gehen jetzt genau in die Segmente hinein, die momentan noch von Fintechs besetzt sind", erklärte Check24-Geschäftsführer Christoph Röttele gegenüber „Capital“. Unter anderem soll eine Finanz-App ähnlich Numbrs es den Kunden erlauben, mehrere Girokonten und Bankgeschäfte gleichzeitig zu verwalten. Spätestens Anfang Juli soll die Anwendung den Kunden zur Verfügung stehen.

Auch dem Online-Makler Clark will Check24 das Geschäft abgraben. Bereits seit einiger Zeit bietet Check24 seinen Kunden einen Ordner an, der es erlaubt, alle über das Portal abgeschlossenen Versicherungen zu verwalten. Nun wurde die Funktion auf fremde Policen ausgeweitet, sodass der Kunde seinen kompletten Versicherungsbestand verwalten kann. „Versicherungs-Center“ soll das neue Tool heißen und ist im Grunde eine Kopie von Online-Maklern wie Clark oder Getsafe.

Positiv für Bestandsmakler: Check24 verzichtet explizit auf die Übertragung des Maklermandats, wenn die Kunden fremde Verträge im Ordner verwalten wollen. Hierin unterscheidet sich der Marktführer unter den Vergleichsportalen von Wettbewerbern wie Clark oder Knip. "Die Fintechs brauchen das Mandat, weil sie sich über die Provisionen finanzieren müssen. Wir dagegen können es uns leisten, den Service kostenlos anzubieten", sagte Röttele.

Bereits 15 Millionen Kunden, 500 Millionen Euro Courtage-Einnahmen

Mit der Produktoffensive des mit Abstand größten deutschen Vergleichsportals Check24, das nach Branchenschätzungen für die Vermittlung von Verträgen im Geschäftsjahr 2015/16 Provisionen von knapp 500 Millionen Euro kassierte, könnten sich die Gewichte im deutschen Fintech-Markt grundlegend verschieben, kommentiert „Capital“. Denn während die anderen Fintechs bei Investoren um Kapital betteln müssen – vor allem bei Knip sind die Kassen leer (der Versicherungsbote berichtete), hat Check24 deutliche Startvorteile.

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"Gegenüber den Fintechs verfügen wir vor allem über den Vorteil, dass wir bereits auf einen festen Stamm von rund 15 Millionen zufriedenen Kunden zurückgreifen können", sagte Geschäftsführer Röttele gegenüber „Capital“. Dieses Plus will Check24 nun vor allem im Versicherungsbereich ausspielen. Ein Festgeldvergleich um ausländische Hochzins-Banken soll das Angebot ergänzen.

mit Pressematerial Gruner & Jahr / Capital
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