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Statistik

Erwerbsminderungsrente - Psychische Erkrankungen häufigste Ursache

Immer mehr Menschen müssen aufgrund psychischer Erkrankungen ihren Beruf aufgeben (Symbolbild).bykst@Pixabay.com

Immer mehr Menschen in Deutschland müssen ihren Beruf vorzeitig aufgeben und erhalten eine Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Das geht aus aktuellen Zahlen der Rentenkasse hervor. Demnach wurden im Jahr 2016 rund 174.000 Neurenten wegen Erwerbsminderung bewilligt.

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Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat aktuelle Statistiken zur Erwerbsminderung vorgelegt. Demnach erhielten im Jahr 2016 genau 1.703.869 Menschen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung. Eine Rente wegen „teilweiser Erwerbsminderung“ bezogen 97.182 Personen.

Die durchschnittliche Rente bei voller Erwerbsminderung betrug 776 Euro im Monat, bei teilweiser Erwerbsminderung 556 Euro, so geht aus den Zahlen der DRV hervor. Ein Anrecht auf Bezüge wegen teilweiser Erwerbsminderung in der DRV haben Menschen, die einen Beruf weniger als sechs Stunden pro Tag ausüben können. Die volle Erwerbsminderung wird gar nur anerkannt, wenn die Betroffenen weniger als drei Stunden pro Tag arbeitsfähig sind.

Psychische Störungen häufigste Ursache für Aus im Beruf

Zugleich ist die Zahl der Menschen leicht angestiegen, die erstmals auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen waren. Rund 174.000 Menschen haben erstmals eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten: im Jahr zuvor waren es noch 173.000 Personen.

Dabei zeigt sich, dass psychische Erkrankungen nach wie vor wichtigste Ursache für das Aus im Beruf sind. Knapp 43 Prozent aller Neurentner mussten wegen einer dauerhaften psychischen Erkrankung ausscheiden. Bei 13,1 Prozent war eine Erkrankung des Skeletts oder der Muskulatur die Ursache, bei 12,8 Prozent Krebs, bei 9,3 Prozent das Herz bzw. der Kreislauf.

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Damit sind nicht mehr jene Fälle hauptverantwortlich für eine Erwerbsunfähigkeit, die aus schwerer körperlicher Arbeit resultieren. Auch wer im Büro oder viel im Sitzen arbeitet, ist gefährdet. Hier findet seit Jahren eine Verschiebung statt: noch im Jahr 1993 schieden nur 15,4 Prozent aller Erwerbsminderungs-Frührentner aufgrund psychischer Störungen aus. Stress, ein hoher Leistungsdruck und die zunehmende Vermischung von Berufs- und Freizeit fordern hier ihren Tribut.

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