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Generali Deutschland will Marktführerschaft im Privatkundengeschäft

Im Zeichen des geflügelten Löwen: Die Generali will die Marktführerschaft im deutschen Privatkundengeschäft.Pressefoto Generali

Die Generali greift nach der Krone: Der Versicherer will in Deutschland Marktführer im Privatkundengeschäft werden. Das sagte Deutschland-Chef Giovanni Liverani in einem Interview – trotzdem will er auch weiter sparen und den Konzern umbauen.

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Giovanni Liverani, Deutschland-Chef der Generali. Foto: Pressefoto Generali Die italienische Generali Group möchte den Vertrieb in Deutschland stärken und hierzulande größter Privatversicherer werden. Das kündigte Deutschland-Chef Giovanni Liverani am Montag in einem Interview mit der Börsen-Zeitung an. Aktuell sind nach Brutto-Beitragseinnahmen die Allianz und Ergo größte Privatversicherer auf dem deutschen Markt.

"Alle Optionen sind offen"

Die Generali Deutschland sei zwar in einer erfreulichen Position, sagte Liverani der Börsen-Zeitung. "Aber um insgesamt die Spitzenposition zu erreichen, werden wir weitere wichtige Änderungen angehen." Auch weitere strukturelle Umbauten will Liverani nicht ausschließen: „Alle Optionen sind offen“. Im Deutschland-Vertrieb arbeitet die Generali exklusiv mit der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) zusammen und nutzt auch weitere Vertriebswege.

Sparen steht dabei für Liverani weiter ganz oben auf der Prioritätenliste – offenbar kein Widerspruch zu den Wachstumsplänen. Bereits seit 2015 arbeitet der Versicherer an einem Effizienzprogramm, hat unter anderem den Vorstand verschlankt und die IT-Architektur optimiert (der Versicherungsbote berichtete). Für die Zeit von 2016 bis 2018 setzte der Versicherer zudem rund tausend Arbeitsplätze auf die Streichliste.

"Müssen unsere Kostenposition weiter verbessern"

Doch das soll nur ein Anfang sein. "Natürlich müssen wir unsere Kostenposition weiter verbessern", sagte Liverani in dem Interview. So könnten etwa Stabs- und Back Office-Funktionen weiter integriert werden. Auch in der Schaden- und Unfallversicherung soll die Kostenquote für Standardprodukte auf einen Wert zwischen zehn und 20 Prozent sinken. Die Gesamtsparte hatte im letzten Jahr 27 Prozent erreicht.

Zuletzt ging es im Konzern recht unruhig zu. Finanzvorstand Torsten Utecht hat im April den Vorstand verlassen. Hintergrund für Utechts Ausscheiden sollen Streitigkeiten über die zukünftige Ausrichtung des Konzerns sein, berichtete der Branchendienst „Versicherungsmonitor“ aus Unternehmenskreisen. Er habe einen allzu radikalen Konzernumbau abgelehnt.

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So halten sich Gerüchte, dass die Tochtergesellschaften AachenMünchener und Generali Sachversicherung AG fusioniert und die Generali Lebensversicherung in den „Run-off“ geschickt werden soll, so dass sie kein Neugeschäft mehr betreibt (der Versicherungsbote berichtete). Auch der langjährige CEO der Generali Deutschland, Dieter Meister, ist zu Jahresbeginn aus den Aufsichtsräten der Generali und Aachen Münchener ausgeschieden.

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