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21.05.2015

UmbauGenerali startet radikalen Umbau in Strukur, Vertrieb & Produktwelt

Mario Greco, CEO der Generali. Giuliano Koren, Pressefoto Generali

Die Generali wird sich in Deutschland komplett neu aufstellen. Künftig will das Unternehmen nur noch unter der neuen Gesellschaft Generali Deutschland AG auftreten. Auch die Vertriebe sollen aufgebohrt und optimiert werden. So stehen, laut Handelsblatt, auch die Marken Central und Advocard auf der Kippe. Beim Umbau soll es auch zur Streichung von Stellen kommen. Weiterhin will die Generali die Produktwelt noch stärker am Markt orientiert werden. Demnach soll die klassische Lebensversicherung für Privatkunden de facto aufgegeben werden.

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Nach dem die Generali Group in den letzten zwei Jahre bereits die Geschäft in den europäischen Kernmärkten wie Italien und Frankreich reorganisiert hat, rückt nun der Fokus auf den hiesigen Markt. Ziel ist es den Kundenservice zu stärken und unnötige Kosten zu reduzieren. Damit will man die Lücke zu den besten Wettbewerbern im Markt schließen. „Mit dieser Neuausrichtung wappnen wir uns für die vor uns liegenden Herausforderungen in Deutschland, unserem zweitgrößten Markt.“, erklärte Mario Greco, CEO der Generali Group. Bis Ende 2018 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Generali: Viele Vorstandsposten könnten wegfallen

Um die großen Ziele der Generali Group umzusetzen sollen die Einheiten Generali Deutschland Holding, Generali Versicherung und Generali Leben in der neuen Generali Deutschland AG zusammengeführt werden. Diese soll Ihren Sitz in München haben. Mit diesem Schritt will der Konzern Kostendopplungen reduzieren, Synergien im Land heben und internationale Best Practices nutzen. So sollen Einsparungen bei den Verwaltungskosten erreicht werden. Gleichzeitig werden auch die Vertriebsstrukturen verschlankt. Während der Konzern die Marken Generali, Aachen Münchener und Cosmos Direkt stärkt, stehen die Marken Central, Advocard, Dialog und Badenia nach Handelsblatt-Informationen auf dem Prüfstand. Weiterhin sollen Reduzierungen der Overhead-Funktionen und Vorstandsebenen realisiert werden. Das Handelsblatt spekuliert, dass mindestens zehn der 34 Vorstandsposten künftig wegfallen.

Die Generali Deutschland setzt zudem auf eine einfachere Betriebsplattform, digitalisierte und vereinheitlichte Unterstützung im Back Office. So soll unter anderem die IT-Architektur optimiert werden und jedes Unternehmen seinen Kundendienst stärker individualisieren. Gleichzeitig sollen die Back-Office-Tätigkeiten ohne Kundenkontakt auf Landesebene in die Generali Deutschland Services integriert werden. Auch das Schadenmanagement soll noch effizienter organisiert werden.

Bei den Kosteneinsparungen soll der Fokus überproportional auf den Sachkosten liegen. Das Unternehmen wird daher zeitnah mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche darüber aufnehmen, wie dieses Ziel am besten erreicht werden kann.

Generali stellt Lebensversicherung auf Abstellgleis

Das Produktangebot soll künftig noch stärker am Kunden ausgerichtet werden. So soll das Produktportfolio für Privatkunden im Bereich Leben neu gestaltet werden. Der Vertrieb reiner traditioneller Sparprodukte, wie die klassische Lebensversicherung, würde dann auf ein Minimum reduziert werden.

Außerdem soll das Angebot an fondsgebundenen Versicherungen, hybriden Sparprodukten und Risikoversicherungen verstärkt werden. Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge will man selektiv weiter mit traditionellen Produkten tätig sein und das Neugeschäft sowie das Cross Selling mit Risiko- und Berufsunfähigkeitsversicherungen ausbauen.

Zudem wird das Bestandsmanagement überarbeitet. Insbesondere die Maßnahmen zur Kundenbindung und das Cross Selling in Leben, Kranken und Schaden/Unfall sollen das Geschäft vorantreiben. Überdies sollen Angebote mit Telematik, Domotik sowie Wellnessmanagement neue Impulse geben. Hier will Generali künftig Vorreiter sein.

Neue Gesellschaft nach internationalem Vorbild

Einhergehend mit der neuen Gesellschaft Generali Deutschland AG wird sich auch das Personalkarussell drehen. So soll die neue Gesellschaft zukünftig nach internationalem Vorbild durch einen sechsköpfigen Vorstand gesteuert werden. Drei neue Vorstände wurden heute vom Aufsichtsrat der Generali Deutschland Holding (GDH) mit Wirkung zum 1. Juni 2015 bestellt: Claudia Andersch (Vorstand der CosmosDirekt) wird Country Chief Life and Health Officer. Monika Sebold-Bender (Vorstand der Generali Versicherungen) wird neuer Country Chief P&C Officer und Ulrich Caspar Nießen wird Country Head of HR. Zusammen mit dem Country CFO Torsten Utecht und dem Country COO Rainer Sommer sowie dem CEO Giovanni Liverani ist die Aufstellung des Vorstands der GDH nun abgeschlossen.

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Auf der Ebene der Konzerngesellschaften soll – nach der Ernennung von Christoph Schmallenbach zum neuen CEO der AachenMünchener – Jochen Petin, bislang CEO der Badenia, neuer Vorstandsvorsitzender der Central Krankenversicherung werden. Die Ernennung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Generali Deutschland Holding AG

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