Niedrigzins, steigende Gesundheitskosten und die Alterung der Gesellschaft machen den privaten Krankenversicherern zu schaffen. Infolge der Entwicklung müssen sich Kunden auch im laufenden Jahr 2017 auf Prämienanhebungen einstellen. Aktuell betroffen sind davon ältere Versicherungsnehmer der HUK Coburg und DKV.

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Die HUK-Coburg Krankenversicherung hebt die Prämien in einzelnen Tarifen um bis zu 40 Prozent an. Das berichtet das Online-Portal Procontra Online und beruft sich auf einen Sprecher des Unternehmens. Vor allem der Tarif A150 sei davon betroffen, der für ambulante Leistungen eine Selbstbeteiligung von 150 Euro vorsehe. Hier liegen die Anpassungen „in der Tat bei rund 40 Prozent“, bestätigte Unternehmens-Sprecher Holger Brendel gegenüber dem Fachportal. In Kraft treten die Änderungen zum 01.03.2017

Als Grund für die außergewöhnlich hohe Teuerung nannte Brendel, dass der Tarif zuletzt 2011 angepasst worden sei. „Wir dürfen erst anpassen, wenn die medizinischen Kosten und die Lebenserwartung in einem Jahr den Schwellenwert von fünf Prozent überschreiten“, erklärte er. Andere Tarife seien nicht von derart hohen Preissprüngen betroffen.

Bei Deutscher Krankenversicherung (DKV) Teuerungen bis zu 30 Prozent

Erstmals von der Prämien-Erhöhung berichtet hatte das Tarifwechsel-Portal kvoptimal.de. Dieses hat auch schlechte Nachrichten für Kunden der Deutschen Krankenversicherung (DKV), die zum Stichtag 01.04. ebenfalls in zahlreichen Tarifen die Prämien raufsetzen will.

Von den höchsten Teuerungen sei hier die Tarife der Best Med BM4/2-Generation betroffen, in denen sich der Monatsbeitrag um bis zu 30 Prozent verteuere. Die Tarife bieten unter anderem die Unterbringung in einem Zweibettzimmer, Chefarzt-Behandlung und 75 Prozent für Zahnersatz. Der Selbstbehalt beträgt 400 Euro.

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Preissprünge von bis zu 20 Prozent müssen laut dem Portal Versicherte der Tarifgenerationen DKV Tarif Best Med BM 4/0 und BM 4/1 akzeptieren. Auch bei den Tarifgenerationen AM2 und AM4 seien Beitragserhöhungen von bis zu 20 Prozent möglich. Betroffen von Teuerungen seien vor allem ältere Tarife der Bisex-Generation.