Ehrlich vorweg, es ist ein Gerücht, aber scheint logisch. Nehmen wird das Beispiel Clark. Mit dieser App kann der Kunde seine Versicherungsverträge verwalten. Was der Kunde meist nicht weiß, ist, dass er mit dieser App eine Bestandsübertragung auslöst, und das mit nur sehr wenigen Klicks. Dann wandert der Vertrag, der in Betreuung von Makler A ist, zu Makler B. Dieser Makler B ist in diesem Fall die Clark Germany GmbH.

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Der Kunde muss dafür fast nichts machen, er wählt eine Gesellschaft Y aus, bei der seine Verträge liegen, gibt ein paar persönliche Daten ein, bestätigt die AGBs, sicher ohne sie zu lesen, und dann malt er noch mit dem Finger eine Unterschrift auf seinem Handy. Das wars. Sein bisheriger Makler A bekommt in der Regel nichts davon mit. Wenn er wachsam ist, wird er irgendwann bemerken, dass er von der Gesellschaft Y keine Provisionen mehr für diesen Vertrag erhält, aber dann ist es vielleicht schon zu spät.

Aber welchen Vorteil hat das eigentlich für die Gesellschaft Y? Sie zahlt ja jetzt nur die Provision nicht mehr an Makler A, sondern an Makler B? Zusätzlich macht das Ganze auch noch Arbeit, denn Bestandsübertragungen laufen in der Regel noch manuell ab. Das Geheimnis ist die Courtagevereinbarung, die der Makler A vorher hatte. Diese erlöscht zwar nicht, aber wo kein Vertrag ist, muss auch nichts gezahlt werden. In der Vergangenheit waren diese Courtagen oft zu hoch, viel zu hoch, und beim täglichen Preiskampf stören solche Altlasten.

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Es ist ein Trend in der Branche, hier immer mehr zu sparen. Und da wäre es doch toll, wenn die alten Bestände so bleiben wie sie sind, aber zukünftig weniger Courtage nötig ist. Wäre das nicht genial, und dazu noch in einem so tollen neuen Technik-Hype versteckt, dass es auf den ersten Blick gar nicht auffällt ? Aber wie gesagt, das ist ein Gerücht, das wir auf der DKM aufgeschnappt haben.