Der Markt im Segment biometrische Risiken ist angespannt. Für viele Berufsgruppen, in denen ein hohes BU-Risiko besteht, ist die Prämie einfach zu teuer. Die zunehmende Differenzierung der Berufsgruppen mutiert so zur Rosinenpickerei der Versicherer. Menschen, die dringend auf Versicherungsschutz angewiesen sind, werden damit aus dem Kollektiv ausgrenzt und bekommen entweder gar keinen oder teuren Schutz. Hinzu kommen Risikozuschläge für gesundheitliche Beeinträchtigungen wie etwa Allergien.

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“Der Markt für Arbeitskraftsicherung wird von zwei parallelen Entwicklungen geprägt. Zum einen werden die Produkte immer leistungsfähiger, zum anderen werden immer kleinere Berufsgruppen mit unterschiedlichen Preisen geschaffen”, erklärt Branchenkenner und Innovationstreiber Michael Franke, Gründer der Ratingagentur für Versicherungen Franke und Bornberg.

Diesem Szenario will nun der Online-Makler Getsurance Einhalt gebieten und den BU-Schutz quasi neu erfinden. Dazu hat sich das Unternehmen bereits im Mai diesen Jahres mit dem Analysehaus Franke und Bornberg einen BU-Experten per Beteiligung ins Haus geholt.

Getsurance will modulare Arbeitskraft-Absicherung schaffen

So wolle das Unternehmen künftig modulare Produktbausteinen zur Arbeitskraftsicherung anbieten. Diese solle im Rahmen der Online-Beratung angeboten werden. Wie genau die neuen Produkte aussehen sollen, wollte das Unternehmen indes nicht verraten. "Statt komplizierte Produkte erklären zu wollen, ermittelt unser Beratungsprozess die individuellen Risiken des Kunden und schlägt eine passgenaue Absicherung vor. So werden sich auch Menschen versichern können, die sich heute keinen Schutz leisten können.", so Johannes Becher, einer der Getsurance-Gründer.

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Als Zielgruppe hat das Start-Up knapp 33 Millionen Deutsche ausgemacht. Dies seien rund 22 Millionen Erwerbstätige mit höheren Berufsrisiken und elf Millionen Deutsche, die gesundheitliche Probleme haben. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor.