Wie entwickeln sich im kommenden Jahr die Beiträge für die Krankenvollversicherung? Aufgrund des Niedrigzinses erwarten Branchenexperten bei vielen Anbietern eine Teuerung der PKV-Prämien. Und erste Anzeichen hierfür gibt es bereits. So wird die HanseMerkur im Neugeschäft der Krankenvollversicherung ihre Prämien teils deutlich anheben, wie aus Daten den Branchendienstes Gewa Comp hervorgeht. Betroffen davon sind sieben Tarife.

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Höchste Beitragssteigerung: 41 Prozent!

Die durchschnittliche Beitragsanpassung in den ausgewiesenen Krankenvollversicherungen wird +9,12 Prozent betragen, so berichtet der Branchendienst. Den größten Beitragssprung müssen Jugendliche für den Tarif PS3 (Mehrbettzimmer) verkraften: hier schnellt die Prämie um stolze 41 Prozent nach oben. Aber auch Erwachsene müssen für diesen Tarif zukünftig zwischen sechs und neun Prozent mehr zahlen.

Ebenfalls deutlich teurer wird es im Tarif KVT1000 (ambulant, 1.000 Euro Selbstbehalt, Mehrbettzimmer, 80 Prozent Zahnersatz). Erwachsene müssen hierfür zwischen 10 Prozent (für einen 26 Jährigen) und 14 Prozent (für einen 55jährigen) mehr zahlen. Auch für Kinder und Jugendliche verteuert sich der PKV-Schutz um 8 Prozent.

Teuerungen zwischen sieben und acht Prozent gibt es für Erwachsene auch in den Tarifen PSV (Differenz Mehrbett und 1- oder 2-Bett) sowie KVT 500 (ambulant, 500 Euro Selbstbehalt, Mehrbett, 80 Prozent Zahnersatz). Zwischen acht und 11 Prozent beträgt die Prämienerhöhung in dem Tarif KSV1 (ambulant: Primärarzt, 500 Euro Selbstbehalt, Mehrbett). Im Tarif KVT1000 geht es für Erwachsene um 10 Prozent nach oben.

Um durchschnittlich 3,12 Prozent werden die Prämien auch in zwölf Neutarifen der Krankentagegeldversicherung raufgesetzt. Anders in der Krankenhaustagegeldversicherung: hier sinken die Beiträge über 19 Tarife hinweg um -5,26 Prozent. Die einzelnen Tarife sind auf der Webseite von GEWA Comp einsehbar.