Eine gute Nachricht ist trotz allem, dass sich die Rate der Diebstähle von Mopeds und Krafträdern in den letzten zehn Jahren kontinuierlich verringert hat. Lag die Zahl der Entwendungen im Jahr 2007 noch bei 53.000 Diebstählen, stand sie im Vorjahr bei „nur“ noch 25.600 Fällen. Das berichtet das Versicherungsjournal.

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Zugleich ist die Aufklärungsquote laut der Statistik insgesamt ziemlich gering. Die Polizei erzielte nur bei 25 Prozent der Fälle einen Erfolg – doch liegt die Quote damit immer noch doppelt so hoch, wie die „Erfolgsquote“ der Aufklärungsrate bei Fahrraddiebstählen. Die relativ größten Erfolge im Bereich der Aufklärung gelangen in den Städten Erlangen (80,5 Prozent) und Mainz (62,1 Prozent). Am anderen Ende der Fahnenstange fanden sich die Städte Wuppertal (6,5 Prozent) und Gelsenkirchen ein (5,2 Prozent) – hier wurden, relativ gesehen, die wenigsten Diebstahlsfälle aufgeklärt.

Berlin: Motorraddiebstahlrisiko fast zwei Mal so hoch wie im Bundesschnitt

Was die Kriminal-Statistik ferner deutlich macht, ist, dass auch zwischen den Großstädten in Deutschland erhebliche Unterschiede bestehen. Im Hinblick auf die absoluten Diebstahlzahlen macht den Dieben in Berlin so schnell keiner was vor, hier allein wurden 2.000 Diebstähle verzeichnet. In Köln aber waren es nur 900 Fälle, in Hamburg mehr als 600 und in Leipzig ebenfalls deutlich mehr als 500. In den kleineren Städten gab es entsprechend kleinere Diebstahlszahlen. So kamen in Aachen über 400 Mopeds und Krafträder abhanden, in Bonn und Frankfurt am Main jeweils um die 360 und ganz besonders selten wurden derartige Diebstahlsfälle in den Städtchen Fürth (9), Heilbronn (15) und Siegen (18) polizeilich registriert.

Nimmt man sich das Ganze nun in Relation zur Einwohnerzahl her, dann erreicht aber Aachen einmal mehr den unbeliebten ersten Platz im Diebstahlszahlenranking. In Aachen fielen im Vorjahr über 175 motorisierte Zweiräder pro 100.000 Einwohner einem Diebstahl zum Opfer, somit wurde in dieser Stadt fünfeinhalb mal häufiger ein Gefährt aus der Familie der motorisierten Zweiräder geklaut als im Schnitt der Republik. Dabei lag der bundesdeutsche Durchschnitt übrigens bei 31,6 Diebstählen (2014: 34,5; 2013: 35,1) gerechnet auf je 100.000 Einwohner.

Motorraddiebstahlrisiko in Köln und Leipzig dreimal höher als Bundesdurchschnitt

Hinter Aachen fanden sich die Städte Rostock, Freiburg im Breisgau und Bonn ein. Sie erzielten Klauraten zwischen gut 135 und knapp 115 Diebstählen je 100.000 Einwohner, in Mönchengladbach und Leverkusen lag dieser Wert bei jeweils knapp über 100 und in Leipzig, der Hauptstadt des Fahrraddiebstahls, lag der Wert knapp unter 100. Besonders sicher stehen Krafträder und Mopeds in der Stadt Fürth, hier wurden 2015 nicht einmal zehn Diebstähle auf 100.000 Einwohner polizeilich erfasst.

Auch nicht schlecht ergeht es den Zweirädern in Heilbronn, Stuttgart und München, wo sich die Klaurate bei um die 13 bewegte. Gute Gegenden für Zweiräder: Stuttgart und München Nicht nur bei der Zahl der Wohnungseinbrüche, auch bei den Diebstahlszahlen von Krafträdern und Mopeds kann man in deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern keine generalisierenden Aussagen treffen. Denn es sind deutliche Unterschiede auszumachen.

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Wie immer aber liegen die Städte Stuttgart und München weit unterhalb des Durchschnitts, das trifft zu bei den Zahlen der Einbrüche, der Fahrraddiebstähle und nun einmal mehr bei den Zahlen des Motorraddiebs – für all dies besteht in jenen Städten das statistisch niedrigste Risiko im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen. Auch Nürnberg ist, die Klaurate auf die Einwohnerzahl umgelegt, nicht gerade ein Tummelplatz für Motoraddiebe. Ebenso Dresden, wo sich die Klaurate knapp unter dem Bundesdurchschnitt bewegt, während Hamburg und Dortmund knapp oberhalb dieses Durchschnitts eingefunden haben.