Ihren detaillierten Quartalsbericht, auch zu den Sondereffekten, die den Überschuss wachsen ließen, legt die Allianz erst in der kommenden Woche vor. Der Konzern nennt aber erste Kennzahlen. Operativ stagniert der Gewinn bei 2,8 Milliarden Euro (minus 3,5 Prozent zum Vorjahresquartal 2015). Für das gesamte Jahr erwartet die Allianz nach Aussagen von Konzern-Chef Oliver Bäte einen operativen Gewinn von 10 bis 11 Milliarden Euro.

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Solvency-Kapitalisierung sank innerhalb eines Jahres von 200 auf 186 Prozent

Für das erste Quartal 2016 meldet Europas größter Versicherer einen Gesamtumsatz von 35,4 Milliarden Euro (erstes Quartal 2015: 37,8 Milliarden). Das entspricht einem Minus von von 6,4 Prozent. Der für die Aktionäre des Konzern wichtige Quartalsüberschuss stieg auf 2,2 (1,8) Milliarden Euro (plus 20 Prozent). Dies sei „teilweise zurückzuführen auf die nicht-operative realisierte Gewinne“, meldet die Gruppe, ohne hier ins Detail zu gehen. In den Schaden-/Unfallsparten stieg die Schaden-Kosten-Quote aufgrund geringerer Katastrophenschäden auf 93,3 (94,6) Prozent.

In den Sparten Lebens- und Krankenversicherung stieg die Neugeschäftsmarge im ersten Quartal auf 2,5 (1,5) Prozent. Nähere zu diesen Sparten nennt die Allianz noch nicht. Die Kapitalisierung des Konzerns gemäß Solvency II-Eigenkapitalregeln sank im Quartalsvergleich von 200 Prozent (Q1 2015) auf 186 Prozent in diesem Jahr. Als Grund dieser gesunkenen Kapitalisierung nennt das Unternehmen die sinkenden Zinsen an den Kapitalmärkten. Ihren kompletten Quartalsbericht legt die Allianz am 11. Mai vor.