Neben der lückenhaften Absicherung tritt auch das Faktum mangelnder Bereitschaft zu dauerhafteren finanziellen Konzessionen als Investition in die eigene Altersvorsorge hinzu, wie TNS Infratest bekannt gab. Zu langläufigen Sparverpflichtungen ist nur jeder dritte Deutsche bereit. „Das Problem wird als unangenehm empfunden und auf die lange Bank geschoben“, so Manfred Kreileder, Versicherungsexperte bei TNS Infratest. Um einiges populärer sind deshalb flexibel gestaltete Angebote der Versicherungswirtschaft, die sich, da weniger sperrig, einfach an jede neue Lebenssituation anpassen lassen.

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Klassische Lebens- und Rentenversicherung: sehr unattraktiv

Als sehr unattraktiv gelten inzwischen die klassischen Lebens- und Rentenversicherungen, was dem niedrigen Garantiezins geschuldet ist. „Die neuen Angebote mit höherer Renditechance bei gleichzeitig höherer Volatilität sind aber noch recht wenig bekannt und stehen mit der weit verbreiteten Risikoaversion der Deutschen in Konflikt“, so Kreileder.

Zwar sei es so, dass die neuen Lebensversicherungsmodelle prinzipiell zwar durchaus über das Potenzial verfügen würden, der Altersvorsorge mit Hilfe kapitalbildender Versicherungen zu neuer Attraktivität zu verhelfen, doch würden derartige Angebote einstweilen noch selten wahrgenommen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines qualifizierten Beraters, der es vermag, die mit dem Produkt einhergehenden Vorzüge sichtbar zu machen, so schrieb fonds-professionell. Ausser seiner Qualifizierung würde der Berater beim Kontakt mit vorsorgescheuen Kunden ausserdem gut daran tun, auf eine geringe Bereitschaft zu langlaufenden Sparverpflichtungen gefasst zu sein.

tns infratest, fonds professionell