Ab 55 Jahre können die Kosten für die Kfz-Versicherung deutlich steigen

Für die Untersuchung hat das Portal die Preise verschiedener Anbieter verglichen und geprüft, wie sich diese ab dem Alter von 55 entwickeln. Finanztip-Expertin Annika Krempel: "Wir haben herausgefunden, dass die Kfz-Versicherung bei einigen Anbietern bereits ab dem 60. Lebensjahr mehr kostet". Für 65-jährige bedeutet das im Schnitt einen Zuschlag von 12 Prozent. 70-Jährige müssen 20 Prozent mehr als 55-Jährige zahlen und bei den 75-Jährigen wird es richtig teuer. Manchen Anbieter verlangen für die Police sogar 37 Prozent mehr. Der Beispielfall eines Rentners bei dem Direktversicherer R+V24 ergab im gleichen Tarif 200 Euro Mehrkosten im Jahr (im Vergleich zu einem jüngeren Fahrer).

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Trotz höchster Schadenfreiheitsklasse (SF 35) steigende Beiträge

Laut Kraftfahrt-Bundesamt besitzen zwei Drittel der Deutschen ab 65 Jahre einen Führerschein. In Zahlen ausgedrückt, sind dies rund 13 Millionen ältere Fahrer (insgesamt: 54 Millionen Fahrer). Ist ein Fahrer 35 Jahre unfallfrei unterwegs, kommt er in die höchste Schadenfreiheitsklasse (SF 35), die gleichzeitig die günstigsten Beiträge verspricht. Bei den meisten Versicherern steigen dann die Beiträge kontinuierlich. Krempel weiter: "Weil der Rabatt für die Schadenfreiheit ausgeschöpft ist, wird besonders deutlich, dass der Beitrag aufgrund des Alters steigt".

Senioren unterproportional an Unfällen beteiligt

So zahlt ein 55-Jähriger in der Beispielrechnung von Finanztip bei der Huk-Coburg für seinen Golf 379 Euro jährlich, unter den gleichen Bedingungen muss ein 65-Jähriger 423 Euro und ein 75-Jähriger sogar 565 Euro jährlich berappen. Deshalb kann es ratsam für Senioren sein, ihre Autoversicherung regelmäßig zu vergleichen und eventuell den Versicherer zu wechseln.

Finanztip