Die Nachfrage bei der Riester-Rente steigt zum ersten Mal seit 2007. Laut der aktuellen Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Vorjahr 463.700 neue Riester-Versicherungsverträge abgeschlossen. Das sind 10.800 oder 2,4 Prozent mehr als 2013.

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Riester-Rente: 10,85 Millionen Riester-Versicherungsverträge

Insgesamt ist die Zahl der Riester-Versicherungsverträge 2014 auf annähernd 10,85 Millionen angewachsen. Inzwischen beziehen bereits 50.000 Riester-Versicherungssparer der „ersten Stunde“ eine Riester-Rente. Gleichzeitig hat immerhin jeder fünfte Riester-Inhaber seinen Vertrag ruhend gestellt, zahlt also aktuell keine Beiträge ein.

Während Peter Schwark, Mitglied der GDV-Hauptgeschäftsführung, in der Riester-Rente „weiterhin einen sinnvollen Baustein für die Altersvorsorge“ sieht, gibt es auf Seiten der Verbraucher eine gewisse Verunsicherung.

Fehlenden Transparenz in Riester-Verträgen

Das liegt nach Einschätzung von Experten auch an der fehlenden Transparenz der Verträge. Die Informationen über tatsächliche Kosten einer staatlich geförderten Altersvorsorge sind nicht einsehbar. Problematisch bei den Riester-Renten ist, dass sie sehr kostenintensiv sein können, dies ist insbesondere für Versicherungen zu bedenken. Denn die Anbieter berechnen bei Riester häufig höhere Kosten, als sie es bei ungeförderten Verträgen täten.

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Der Kunde hat keine Chance, das optimale Produkt zu finden“, erklärte Mark Ortmann, Geschäftsführer des Instituts für Transparenz (Berlin) kürzlich in einer Sitzung des Finanzausschusses. Deshalb sei es sinnvoll, in die Produktinformationsblätter Angaben über die Kosten eines Produkts aufzunehmen. Dabei wäre es wichtig, dass alle effektiven Kosten für alle Anbieter von Finanzprodukten ganz exakt definiert würden.

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft