15 Prozent der deutschen Vorstände und Geschäftsführer kennt die persönlichen Haftungsrisiken, die ihre Position mit sich bringt, nicht. Das ist Ergebnis der VOV-Studie „Managerhaftung und D&O-Versicherung“. Nach Ansicht der 200 befragten Manager ist das Risiko, für unternehmerisches Fehlverhalten haftbar gemacht zu werden und Schadensersatz leisten zu müssen, in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.

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Nach den USA hat die Bundesrepublik die strengsten Gesetze bezüglich der Haftung von Vorständen und Geschäftsführern. Diederik Sutorius, Geschäftsführer der VOV, warnt,"bereits für einfach fahrlässig begangene Pflichtverletzungen kann der Verantwortliche persönlich und unbegrenzt mit seinem Privatvermögen haftbar gemacht werden“. Daher müsse die Geschäftsleitung stets darauf achten, Vorschriften nicht zu verletzen und den Verpflichtungen im Rahmen ihrer Tätigkeit nachzukommen. Diese Gefahr werde von vielen Chefs unterschätzt, sagt Sutorius. „Schon eine einfache Fristversäumnis kann einen Verantwortlichen finanziell ruinieren."

Managerhaftpflichtversicherung: Ansprüche gegen jeden fünften Manager

Jeder dritte befragte Manager gab an, dass das Risiko auf Schadensersatz verklagt zu werden, in den vergangenen Jahren gestiegen sei. Dies ist keine gefühlte Gefahr, sondern wird durch Zahlen aus dem Alltag gedeckt. 20 Prozent der befragten Chefs weiß von Schadensersatzforderungen gegen sich selbst oder andere Mitglieder des Betriebs zu berichten.

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So sehen sich die D&O-Versicherer mit steigenden Schadensforderungen gegen Manager konfrontiert. Dadurch haben sich die Haftpolicen in den vergangenen Jahren verteuert. Aufgrund der hohen Schadensfälle haben sich inzwischen einige Anbieter vom Markt zurückgezogen. Mit einer Managerhaftpflicht, der sogenannten D&O-Versicherung, können Unternehmen ihre Vorstände und Organe gegen Schadensersatzforderungen absichern.

vov