Haben Sie gerade keinen Taschenrechner zur Hand? Kein Problem: Wer auf der deutschen Seite von Google das Wort „Taschenrechner“ eingibt, bekommt noch vor den Suchergebnissen einen Online-Rechner präsentiert. Dort kann der Anwender sofort losrechnen. Dieser kleine und nützliche Service hat für den eiligen User natürlich Charme. Andererseits: Anbieter, die gerne Taschenrechner verkaufen wollen, gucken öfter in die Röhre. Die nächsten Leidtragenden könnten Baufinanzierer sein.

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Aus Google wird ein Finanzberater

In den USA hat die Google-Suche eine neue Funktion. Nach Eingabe zum Beispiel einer Frage „wie viel Baukredit kann ich mir leisten?“ wird aus der Suchmaschine nach einem Klick ein Hypotheken-Rechner und Finanzberater. Wenige Klicks weiter kann der Kunde kaufen; seine Hypothek oder eine Autofinanzierung. Für alles ist gesorgt.

Mit Google Compare funktioniert das Ganze bei Versicherungen schon etwas länger. Im laufenden Jahr rechnen Fachleute damit, dass dieser Service auch nach Deutschland kommt – mit Verspätung, aber er kommt.

Google lauert vor der Tür

Der Zunkunftsforscher Sven Gábor Jánszky aus Leipzig erklärt den Wandel durch Google im Versicherungsvertrieb in etwa so: Neue Anbieter aus der IT-Welt oder Marketingprofis (FinTechs) nutzen die Funktionen von Banken und Versicherungen als Produktanbieter, aber sie stülpen sozusagen ihr eigenes Geschäftsmodell darüber. Ein Beispiel für Versicherungen ist Friendsurance aus Berlin, eines für den Zahlungsverkehr ist Paypal.

Deren Apps und Services müssen suchende Kunden nicht erst „ergooglen“, sondern diese und ähnliche Services tummeln sich an Kaufplätzen (Paypal bei Ebay) oder in den sozialen Netzwerken; so im Falle Friendsurance oder auch Fair.de als neuer Riester-Anbieter. Dennoch sind auch FinTechs auf Google-Rankings angewiesen, wenn sie ihr Geschäft ausdehnen wollen. Aber buchstäblich bevor FinTechs zum Zuge kommen, ist Google schon da. Zunächst in den USA und perspektivisch auch in Deutschland präsentiert die Suchmaschine demnächst als Antwort auf Kundenfragen ein direktes Angebot. Bis zum Kauf durch den neuen Kunden ist der Klick-Weg dann nicht mehr weit.

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Was das mit dem Versicherungsmakler zu tun hat? Nichts. Jeder Makler sollte sein Bestes geben und seine Kunden in sozialen Netzwerken genauso pflegen wie von Angesicht zu Angesicht.