In Deutschland gibt es rund 2,6 Millionen Pflegebedürftige. Aus deren engen persönlichen Umfeld sind insgesamt fast 30 Millionen Menschen betroffen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des INSA-Institutes im Auftrag des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen (PKV). Es wurden rund 2.000 Menschen befragt.

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Thema Pflege in Mitte der Gesellschaft angekommen

Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung teilte anlässlich des Festaktes „20 Jahre Pflegeversicherung“ am 13. Januar mit, dass „20 Jahre nach Einführung der gesetzlichen Pflichtversicherung das Thema Pflege endgültig mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist“.

Im persönlichen Umfeld haben bereits 36 Prozent der Befragten einen Pflegefall oder gehen in naher Zukunft davon aus, dass ein solcher eintritt. 40 Prozent sind es sogar in der Altersgruppe der über 55-Jährigen.

Noch immer große Angst vor beruflichen Nachteilen

Dass Pflege dennoch weiterhin ein Tabuthema sein kann, zeigt eine weitere aktuelle Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Demnach verheimlichen 64 Prozent der Bundesbürger gegenüber ihrem Arbeitgeber, wenn sie die Pflege von Familienangehörigen übernehmen.

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Der Grund: Die Befragten fürchten berufliche Nachteile, sogar den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Laut Studie wollen 94 Prozent aller pflegenden Angehörigen weiterhin berufstätig bleiben. Für diese Umfrage hat das Marktforschungsunternehmen forsa ebenfalls 2.000 Bundesbürger befragt.