Trotz der außerordentlich hohen Elementar-Schadenaufwendungen von über 500 Millionen Euro konnte die R+V ein gutes Ergebnis vor Steuern in Höhe von 309 Millionen Euro einfahren. 2012 waren es noch 491 Millionen Euro. "Damit können wir angesichts der besonderen Schadenbelastungen absolut zufrieden sein", resümierte Dr. Friedrich Caspers, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG, das zurückliegende Geschäftsjahr anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Wiesbaden.

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R+V steigert Beitragseinnahmen und senkt Kostenquote

Die gebuchten Beitragseinnahmen im R+V Konzern stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro und überschritten damit erstmals die 12-Milliarden-Euro-Grenze. Die inländischen Erstversicherer der R+V Gruppe kamen 2013 auf 11,3 Milliarden Euro, ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber 2012. "2013 ist R+V im inländischen Erstversicherungsgeschäft wieder nachhaltig und doppelt so stark wie der Markt gewachsen.", sagte Caspers.

2013 konnte R+V den Kundenbestand um 123.000 und den Vertragsbestand um 518.000 ausweiten. R+V-Chef Caspers sieht in der Konzernstruktur den Schlüssel zum Erfolg: "Ein wichtiger Erfolgsgarant ist und bleibt die traditionell enge Zusammenarbeit mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, dem erfolgreichsten Allfinanzverbund Deutschlands".

Fondsgebundenen Produkte wachsen um über 50 Prozent

Die Beitragseinnahmen der Lebens- und Pensionsversicherer stiegen im Vorjahr um 7,8 Prozent und damit fast doppelt so stark wie der Markt. Mit 3,2 Milliarden Euro erreichte das Neugeschäft einen neuen Rekordwert. Vor allem im Geschäft mit fondsgebundenen Lebensversicherungen und in der betrieblichen Altersversorgung konnte das Unternehmen zu legen. Um über 50 Prozent auf 670 Millionen Euro haben die Beiträge bei den fondsgebundenen Produkten zugelegt. Mit 840 Millionen Euro trug die innovative IndexInvest-Produktreihe zum gesamten Beitragsvolumen bei.

In der betrieblichen Altersversorgung beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge 2013 auf 1,4 Milliarden Euro. R+V gehört zu den führenden Anbietern von Branchenversorgungswerken am deutschen Markt und baut ihr Engagement hier kontinuierlich weiter aus. "Die betriebliche Altersversorgung spielt traditionell eine wichtige Rolle in der Alterssicherung, vor allem in größeren Unternehmen.", betont Dr. Caspers.

Krankenversicherung wächst

In der Krankenversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 13,5 Prozent auf einen neuen Höchststand von 394 Millionen Euro. Auch die Anzahl der Krankenversicherten ist im Jahresverlauf um 11,0 Prozent auf rund 696.000 gestiegen. Mit 638.000 entfiel davon der Großteil auf Zusatzversicherungen. Vor allem bei den Zahnzusatz- und Pflegezusatzversicherungen konnten Zuwächse verbucht werden.

Im Geschäftsbereich Schaden-/Unfallversicherungen stiegen die gebuchten Beiträge um 3,6 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft in Kraftfahrt, Haftpflicht und Banken/Kredit. Durch, um 5,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, gewachsene Beitragseinnahmen und einen auf 3,8 Millionen versicherte Fahrzeuge gestiegenen Bestand konnte R+V die Position als drittgrößter Kfz-Versicherer festigen. In der Haftpflichtversicherung erhöhten sich die gebuchten Beiträge um 8,2 Prozent auf 518 Mio. Euro.

R+V festigt Position als drittgrößter Kfz-Versicherer

Rund 145.000 Elementarschäden und ein Gesamtschaden von über 500 Millionen Euro belasten die Zahlen des Versicherers. Allein Hochwasser, Hagel und Stürme schlugen hier mit 470 Millionen Euro zu Buche. Die außerordentliche Schadenbelastung führte auch dazu, dass die Schadenquote auf 84,5 Prozent anstieg. 2012 waren es noch 75,1 Prozent. Die Betriebs- und Verwaltungskostenquoten konnte R+V 2013 auf 1,5 Prozent senken.

Seit Jahren deutlich unter Branchenniveau liegt die Verwaltungskostenquote, die 2013 gegenüber dem Vorjahr weiter auf 1,5 Prozent gesunken ist. Dank des Wachstums hat das Unternehmen 2013 neue Arbeitsplätze geschaffen und beschäftigt jetzt in Deutschland 14.324 Mitarbeiter, 495 mehr als im Vorjahr.

Auch für 2014 sieht die Entwicklung positiv aus. "Im weiteren Verlauf des Jahres wollen wir unseren ertragreichen Wachstumskurs fortsetzen", so der R+V-Vorstandsvorsitzende mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr. So hat sich das inländische Erstversicherungsgeschäft im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent in allen Geschäftsbereichen gesteigert.

R+V Versicherung