Mit der Gründung von Facebook hat Mark Zuckerberg wesentlich mit beeinflusst, wie Menschen heute kommunizieren und ihre Kontakte pflegen. 1,23 Milliarden Menschen sind weltweit bei der Social-Media-Plattform angemeldet, davon in Deutschland laut aktuellen Schätzungen rund 27 Millionen. Jeder zweite deutsche User nutzt Facebook mindestens eine Stunde pro Tag, so das Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2009 (Quelle: Statista).

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Ob dieser gigantomanischen Zahlen mag es verwundern, dass der Facebook-Chef weniger Gehalt bekommt als jeder Ein-Euro-Jobber. Einen symbolischen Dollar bekam Mark Zuckerberg für das vergangene Jahr ausgezahlt, wie aus dem soeben vorgelegen Zahlenbericht des Unternehmens hervorgeht. Die finanzielle Magerkur ist freilich selbst gewählt. Zuckerberg will damit in die Fußstapfen des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs (✝ 56) treten, der ebenfalls für sein Unternehmen umsonst arbeitete.

Privatvermögen auf 28,5 Milliarden Dollar geschätzt

Dass Zuckerberg schon bald am Hungertuch nagen muss, ist allerdings nicht zu befürchten. Allein durch Aktienverkäufe nahm der größte Anteilseigner des Weltkonzerns im letzten Jahr 3,3 Milliarden Dollar ein. Umgerechnet entspricht dies 2,4 Milliarden Euro. Das US-Magazin Forbes schätzt Zuckerbergs Vermögen auf 28,5 Milliarden Dollar, was nahezu einer Verdopplung gegenüber 2012 gleichkäme (damals 15,2 Milliarden). Nicht schlecht für einen Unternehmer, der am 14. Mai erst seinen dreißigsten Geburtstag feiert!

Auch für Sachleistungen ließ sich Mark Zuckerberg ein hübsches Entgelt auszahlen. 653.165 Dollar überwies Facebook 2013 für Aufwendungen wie Privatflüge, die der öffentlichkeitsscheue Firmenchef aus Sicherheitsgründen in Anspruch nimmt. Auf Bonuszahlungen verzichtete Zuckerberg hingegen ganz. Im Jahr 2012 hatte er noch 769.000 Dollar an Grundgehalt und Bonus verdient.

Facebook-Gewinn auf 1,5 Milliarden Dollar gestiegen

Der Gewinn von Facebook ist 2013 auf 1,5 Milliarden Dollar gestiegen, nachdem das Unternehmen in den Jahren zuvor eher enttäuscht hatte. Ursache für den Aufwärtstrend waren unter anderem steigende Werbeeinnahmen aus der Smartphone-Nutzung. Für Schlagzeilen sorgte im Februar 2014 die Übernahme des Kurznachrichten-Dienstes WhatsApp für 19 Milliarden Dollar, womit der Social-Media-Gigant seine Ausnahmestellung bestätigte.

Mit seiner Quasi-Monopolstellung macht sich Facebook jedoch nicht nur Freunde. Vielfach steht das Unternehmen wegen seinem Umgang mit Datenschutz in der Kritik. Sensible persönliche Daten werden nicht nur für Werbezwecke ausgewertet, sondern auch von Behörden für die offene und verdeckte Fahndung, wie Datenschützer bemängeln.

So bedienen sich Polizeibeamte in Hamburg und Nordrhein-Westfalen sozialer Netzwerke bei der Ermittlung von Verkehrssündern, berichtet die Hamburger Morgenpost. Auch der amerikanische Auslandsgeheimdienst NSA soll laut Whistleblower Edward Snowden in großem Umfang Nutzerdaten abschöpfen. Mark Zuckerberg begründete 2010 in einem Interview mit TechCrunch den laxen Datenschutz damit, dass User freiwillig immer mehr Daten von sich preisgeben würden und sich Facebook lediglich den gesellschaftlichen Realitäten anpasse.