Denn sie haben auf die Versicherung jahrelang gebaut, auch Versicherungen dürften über diese Entscheidung nicht gerade erfreut sein.

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Entscheidung hin zur gesetzlichen Rente

Noch in den letzten Wochen wurden die besten Riester-Produkte ausgezeichnet. Jetzt hat die große Koalition allerdings beschlossen, dass die private Altersvorsoge auf Eis gelegt wird. Die gesetzliche Rente soll wieder salonfähig gemacht werden, waren sich die Regierungen einig. So wird den Wählern eine Rente mit 63 schmackhaft gemacht, sowie das Absenken der gesetzlichen Rente.

Dies hat auch den Hintergrund, dass die Zinsen derzeit sehr niedrig sind und natürlich, dass das Volk in dieser Hinsicht beruhigt wird. Jedoch funktioniert die private Altersvorsorge nicht ohne Geld zu sparen. In solchen Zeiten, wo die Zinsen niedrig sind, funktioniert die gesetzliche Rente wieder sehr gut. Es wird nicht gespart, sondern direkt verteilt.

Die Verträge bei der Riester-Rente sinken bereits seit Jahren. Gerade in diesem Jahr ist sie stark rückläufig. Jetzt traut sich die Politik den Fehler bei der privaten Vorsorge endlich einzusehen. Denn wer im Alter nicht die Grundversorgung erreicht, hat in die Riester-Rente völlig umsonst eingezahlt. Denn sie wird von der Grundversorgung am Ende wieder abgezogen. Doch die Absenkung der Rente bewirkt, dass ein Großteil in die Grundversorgung wieder hineinfällt.

Probleme vor allem für Versicherungsgesellschaften

Für die Versicherungen ist die Abschaffung der privaten Altersvorsorge ein großes Problem. Anfängliche Investitionen bei der Riester-Rente haben sich bei den wenigsten nicht amortisiert. Für Geringverdiener ist die geplante Lebensleistungsrente von 850 Euro ein Wermutstropfen, wenn man schon privat vorgesorgt hat.

Die Riester-Rente kommt in dem neuen Koalitionsvertrag gar nicht mehr vor. Doch gerade für Einkommensschwache war sie eine gute Linderung. Doch auch Kritiker von dem Riester-Vertrag sind nicht erfreut über die Kehrtwende. Dies ist verwunderlich, da auch der Bund der Versicherten die meisten Riester-Verträge für reine Abzocke hielt. Es ist eine Radikalreform notwendig, klagen nun die Meisten. Das Thema einfach unter den Tisch zu kehren macht auch keinen Sinn. Sinn würde es laut Verbraucherschutz machen, einen eigenen staatlichen Pensionsfonds zu gründen. So müsste man den Versicherten nicht mehr das Geschäft überlassen. Die Versicherungsunternehmen würden sich darüber allerdings nicht freuen. So kann sich der Anleger individuell auf seinem Konto Geld zurücklegen. Ähnlich wie bei dem Riester-Vertrag. Doch in den nächsten vier Jahren sieht die neue Koalition keinen Neustart oder eine Modifizierung des alten Angebots vor.

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Die Altersvorsorge vergessen die Parteien natürlich nicht. Denn sie ist ein wichtiger Bestandteil für jeden Einzelnen. Es gibt noch eine Hintertür: die Lebensleistungsgrenze, sie beträgt pro Person 850 Euro. Somit sollen Geringverdiener und ärmere Menschen vor der Altersarmut geschützt werden. Doch diese erhalten nur diejenigen, die auch privat vorgesorgt haben. Doch so richtig überzeugt ist davon keiner. Viele glauben nicht, dass diese Rechnung aufgehen wird. Es bleibt abzuwarten, was sich die neue Regierung noch ausdenkt.