Klaus MattarKlaus MattarGastautor für diesen Artikel: Dr. Klaus Mattar, Hauptbevollmächtigter, RGA International Reinsurance Company Limited, Niederlassung für Deutschland RGA International Reinsurance Company LimitedDie meisten Anbieter decken mit einer überschaubaren Anzahl von Erkrankungen einen Großteil der Risiken ab. Zu den grundlegend abgesicherten Diagnosen zählen:

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  • Krebs*
  • Herzinfarkt*
  • Schlaganfall*
  • Bypass-Operationen
  • Organtransplantationen
  • Chronischen Nierenversagen
  • Multiple Sklerose*
  • Gutartiger Gehirntumor*
  • Blindheit
  • Taubheit
  • Koma
*Allein auf diese fünf Diagnosen entfallen etwa beim britischen Versicherer Aviva über 90 Prozent der CI-Leistungen.

Aber auch bestimmte chronische Erkrankungen des Halteapparates oder der Psyche sind in manchen Fällen versicherbar, je nach Schweregrad.

Diagnose ist entscheidend, nicht die Erwerbsfähigkeit

Auch Teilleistungen, die etwa im Vorstadium einer Erkrankung greifen, sind als Produktbaustein denkbar. Die Einmalzahlung ermöglicht dem Kunden in all diesen Fällen, individuell zu handeln. So ist für die Zahlung nicht Voraussetzung, dass tatsächlich die Erwerbstätigkeit eingeschränkt ist, die Diagnose ist entscheidend. Die CI-Police ist zudem als Baustein im gesamten Risikovorsorgekonzept eines Versicherten zu verstehen: Als Ergänzung zur Todesfallabsicherung zum Beispiel, zur Hypothekenrestschuldversicherung oder auch, wenn die Kriterien für den Abschluss einer BU nicht gegeben sind.

Die bei CI gezahlten Leistungen bedeuten finanzielle Hilfe für diverse Fälle. So berichtet der britische Versicherer Legal & General von einer durchschnittlichen Auszahlungssumme in der CI-Versicherung 2012 von rund 67.000 Pfund. In Großbritannien ist die Abschlussbereitschaft hoch, aber auch in anderen europäischen Ländern wäre die Zahlungsbereitschaft für die Absicherung schwerer Krankheiten im Vergleich zu einer BU deutlich höher: Im Schnitt sind die Kunden bereit, für einen Einmalbetrag von 100.000 Euro 35 Euro Prämie pro Monat zu bezahlen, ermittelte der Swiss Re Insurance Report. Bei einer BU sind es weniger als 25 Euro Prämie pro Monat für eine versicherte monatliche Rente von 1.000 Euro. Damit ist das Interesse an der Schwere-Krankheiten-Vorsorge wohl größer als derzeit angenommen.