WirtschaftsWoche und das Analysehaus Morgen & Morgen hatten insgesamt 113 Tarife von 35 Anbietern unter die Lupe genommen und Preisunterschiede von 216 Euro ausgemacht. Während der Schutz bei der WGV für 144 Euro zu haben waren, kostete ein Tarif der Rechtsschutz Union 360 Euro.

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Rechtsschutzversicherung: bei Abschluss nicht nur auf den Preis schauen

Doch der Preis allein sollte nicht entscheidend für den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sein. Das sieht auch Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer von Morgen & Morgen, so: „Die Konditionen eines Tarifs entscheiden darüber, wann der Versicherer tatsächlich leistet. Das ist bei einem Rechtsstreit, der mehrere Zehntausend Euro kosten kann, wichtiger als zehn Euro, die sich bei der Prämie sparen lassen“.

In die Gesamtnote gingen die Leistungen mit 65 Prozent und die Prämienhöhe mit 35 Prozent ein. So wurden unter anderem Leistungen wie Wartezeiten, Mediation und maximale Versicherungssumme benotet.

Rechtsschutz Union gewinnt Vergleich 2013

Den besten Wert aller Rechtsschutzversicherungen erreichte die Rechtsschutz Union. Dabei holte der Tarif „T10 TOP“ 96 von 100 möglichen Punkten im Bereich Leistung. Mit 276 Euro Prämie im Jahr liegt der Tarif im Mittelfeld.

Rechtsschutzversicherungen 2013:


Rechtsschutz Union – T10 TOP
Arag – Aktiv-RS Komfort
Arag – Basis
WGV – Optimal
Allrecht – RS
DMB – Expert
Debeka – Comfort
Rechtsschutz Union – T10 TOP-Star
Debeka - Comfort Plus
Örag - RS

Zudem wurden von der BaFin die Anzahl der Beschwerden über den Versicherer abgefragt. Diese gingen jedoch nicht mit in den Vergleich ein. Hierbei schneidet der Vergleichssieger Rechtsschutz Union nicht gut ab. Mit 22,8 Beschwerden auf 100.000 Versicherte belegt die RS Union den letzten Platz. Im Vergleich dazu schneiden Huk-Coburg mit 1,2 oder Arag mit 4,9 Beschwerden auf 100.000 Versicherte deutlich besser ab.

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Ab 1. August steigen im Zuge des Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) die Kosten für gerichtliche Auseinandersetzungen. Laut WirtschaftsWoche rechnet die Branche, bei durchschnittlich 20 Prozent höheren Gebühren, mit Mehrkosten von 375 Millionen Euro pro Jahr. Diese werden mit hoher Wahrscheinlichkeit an die Kundschaft weitergegeben.

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