So stieg das betreute Volumen bei 39,4 Prozent der Befragten während der Finanzkrise an. Bei 28,8 Prozent ist es gleich geblieben und lediglich bei 31,7 Prozent gesunken. Bei 72,1% der Befragten hat sogar die Anzahl der Kunden in dieser Zeit zugenommen (42,3 Prozent). „Die Gründe für Mittelzu- sowie Mittelabflüsse spiegeln die derzeitige Verunsicherung unter den Privatanlegern wider angesichts einer noch nicht geklärten Schuldenproblematik in Europa“, fasst Markus Sievers, geschäftsführender Gesellschafter von apano, zusammen.

Anzeige  

 

Knapp 50,0 % der Befragten gaben an, dass ihre Kunden derzeit Kapital zugunsten eines anderweitigen Finanzbedarfs wie Hauskauf oder Schuldentilgung abziehen. 26,9 Prozent bzw. 15,3 Prozent führen ihre Mittelzu- bzw. Abflüsse auf die Angst vor dem Verfall der Währungsunion sowie vor Inflation zurück. Den Wunsch seitens der Anleger, vom volatilen Umfeld zu profitieren, registrierten 10,5 Prozent der Befragten.

Konkrete Produktlösungen werden derzeit allerdings nur bei 14,4 Prozent der Umfrageteilnehmer angefragt. Vielmehr wenden sich Anleger aufgrund eines aktuellen Bedarfs (46,1 Prozent) oder einer ergebnisoffenen Beratung (39,4 Prozent) an Vermögensberater bzw. -verwalter. Eine Investmentphilosophie, die stark variiert und vom jeweiligen Kunden abhängig ist, verfolgen 73,1% der Befragten. „Dies zeigt, dass bei der Mehrheit der Berater die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden bei ihren Anlageentscheidungen im Vordergrund stehen“, urteilt Sievers.

Risikoreiche Anlagen, die hohe Renditen versprechen, liegen bei Anlegern dabei nicht im Trend. 94,2 Prozent der Befragten zufolge wünschen sich die Investoren derzeit sicherheitsorientierte Anlagen. Die Abkehr von der reinen Reniteorientierung geht mit der Hinwendung zur Risikostreuung im Depot einher. So ist für die Kunden von 72,1 Prozent der Befragten die Entwicklung der Einzelbausteine im Portfolio nicht so wichtig. Das Gesamtdepot sollte sich allerdings im Kalenderjahr positiv entwickeln und möglichst geringe Schwankungen aufweisen.

Anzeige  

 

Im aktuellen Vertriebsgeschäft zeigt sich, dass Institutionelle neben aktienorientierten Anlagen (86,5 Prozent) verstärkt alternative Investments (77,8 Prozent) mit in ihre Kundenportfolios aufnehmen. 68,3 Prozent halten Anleihen, 66,3 Prozent Rohstoffe, 56,7 Prozent Immobilien und 53,8 Prozent Cash für sinnvoll als Bausteine im Depot. Gold belegt mit 51,9 Prozent Platz 7 in der Rangliste. Bei der Zusammenstellung ihrer Kundenportfolios bevorzugen die befragten Vermögensberater und -verwalter vor allem einzelne Strategiebausteine wie Aktien und Fonds, die für die Kunden jeweils zusammengestellt und überwacht werden (52,9 Prozent). Vermögensverwaltende Dachfonds und vermögensverwaltende Multi-Asset-Fonds halten an zweiter Stelle jeweils 32,7 Prozent der Befragten für sinnvoll.