Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sehen die Anleger zunehmend negativ. Nur noch sieben Prozent der Befragten gehen von einem positiven Verlauf aus. Das ist der niedrigste Wert seit dem vierten Quartal 2002. Ein Drittel der Anleger rechnet trotz des niedrigen Zinsniveaus sogar mit weiter fallenden Zinsen. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorquartal um 14 Prozentpunkte. Dies zeigt eine Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten im dritten Quartal 2012.

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Aktienmarktentwicklung: jeder Zweite erwartet Kursrückgänge

Derzeit glauben 49 Prozent der Anleger an fallende Aktienmärkte in den nächsten sechs Monaten. Damit liegt die Zahl der Pessimisten so hoch wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im ersten Quartal 2001. Im Gegenzug gehen nur 14 Prozent der Befragten von steigenden Kursen aus. Im Verhältnis zum Vorquartal ist der Anteil damit um neun Prozentpunkte gesunken. Eine gleichbleibende Situation erwarten 27 Prozent.

Dass die Einschätzung der Anleger mit der Entwicklung an den Aktienmärkten zusammenhängt, weiß Giovanni Gay, Geschäftsführer von Union Investment. So würden Anleger oft unbewusst dem aktuellen Trend an den Aktienmärkten folgen. Daraus ergebe sich eine deutliche zeitliche Versetzung, mit der die Einschätzung der Anleger die Veränderung des DAX in der Tendenz abbildet. Gay bewertet die aktuelle Lage optimistisch: „Das Umfeld für den Aktienmarkt und die Gewinnerwartungen sind derzeit wirklich gut. Wenn sich die Märkte weiter so entwickeln, dann werden die Anleger Ende des Jahres positiv überrascht sein.“ Welche Fonds aktuell eine gute Entwicklung hinlegen, zeigt diese Übersicht über unterschiedliche Fonds.

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Gesamtwirtschaftliche Entwicklung – Zahl der Optimisten auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren

Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist deutlich pessimistischer als noch vor drei Monaten. So hat sich die Zahl der Befragten, die von einer Verschlechterung ausgehen, von 23 Prozent im zweiten Quartal 2012 auf aktuell 45 Prozent fast verdoppelt. Eine gleichbleibende Situation erwartet hingegen jeder zweite Anleger (48 Prozent). Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Mit einer positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Situation rechnen derzeit nur sieben Prozent der Deutschen. Damit liegt die Zahl der Optimisten auf dem niedrigsten Stand seit dem vierten Quartal 2002.