Referenten namhafter Unternehmen wie Continental, Daimler, Siemens, Deutsche Bank, Allianz, Deutsche Post oder Bayer erläuterten anhand ihrer Unternehmenspraxis den rund 200 Teilnehmern der bAV-Konferenz Herausforderungen und Gestaltungsoptionen für die betriebliche Altersversorgung.

Sowohl in Referaten als auch in Pausengesprächen wurde das Thema "bAV in Gefahr?" mit Blick auf das aktuelle wirtschaftliche Umfeld sowie die Schlagzeilen der letzten Monate umfassend diskutiert. So halten rund die Hälfte der in einer Umfrage befragten Konferenzteilnehmer das aktuelle Niedrigzinsumfeld für ein reales Problem, während 36 Prozent die Aussage "Pensionslasten erdrücken Konzerne" als "Mythos" einstuften. "Das Niedrigzinsumfeld sorgt dafür, dass Pensionsverpflichtungen mit einem derzeit schnell steigenden Wert in den Bilanzen zu erfassen sind, während die Pensionsvermögen nur langsam wachsen", erläutert Dr. Thomas Jasper, Leiter der bAV-Beratung von Towers Watson Deutschland die Sachlage. Jasper betont jedoch, dass gerade bei so langfristig laufenden Verpflichtungen wie Betriebsrenten den Unternehmen ein sehr langfristiger Anlagehorizont zur Verfügung steht, um die gewünschte Zielrendite auf die Pensionsvermögen zu erwirtschaften: "Viele Betriebsrenten sind erst in Jahren oder Jahrzehnten auszuzahlen, so dass das momentane Zinsniveau allein kein Grund zur Sorge ist. Zudem stellen gerade neuere Pensionszusagen eher auf eine kapitalmarktnahe Verzinsung als auf Festzinsmodelle ab. Sie sind damit gegen Niedrigzinsphasen von vornherein ‚immunisiert'."

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