Für falsche Rentenbescheide kann es zahlreiche Ursachen geben: Das Rentenrecht ist in den vergangenen Jahren zigfach geändert worden, zahlreiche Ausnahmeregelungen etwa zu Abschlägen müssen beachtet werden. Darüber hinaus können zum Beispiel Übertragungsfehler zu falschen Rentenberechnungen führen. „Als anfällig für Fehler gelten insbesondere die Rentenbescheide von Versicherten, die öfter den Job gewechselt haben oder längere Zeiten krank oder arbeitslos waren“, sagt Peter Sack, gerichtlich zugelassener Rentenberater aus Leipzig sowie monero.de-Experte für gesetzliche Rente.

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Diese Punkte im Bescheid sollten Rentner stets kontrollieren
Beschäftigungen:
Die Daten müssen mit den eigenen Unterlagen über Arbeitsverhältnisse übereinstimmen (Versicherungsbescheinigungen der Arbeitgeber, Zeugnisse usw.). Bei Lücken im Versicherungsverlauf könnte ein Arbeitgeber „vergessen“ worden sein.
Arbeitsverdienste:
Die Einkommen müssen richtig übernommen worden sein. Ein schlichter Zahlendreher kann die Rente deutlich verändern, etwa wenn aus 42.000 Euro Jahreseinkommen 24.000 Euro werden. Fehlen eigene Unterlagen zu den Verdiensten der Vergangenheit, sollte der Versicherte die Daten zumindest auf Plausibilität prüfen.
Fehlzeiten/Zuschläge:
Für Zeiten der Ausbildung, Umschulung Arbeitslosigkeit oder etwa Kindererziehung sollten Rentenpunkte gutgeschrieben worden sein. Bei den jüngsten Kontrollen der Aufsichtsbehörde BVA war unter anderem aufgefallen, dass Berufsausbildungszeiten oft nicht richtig berechnet wurden.