Laut aktuellen Allianz Bank Money Trends erhöht sich die Anzahl der Befragten, die eine Inflation fürchten, im Vergleich zu den Vorjahresbefragungen leicht auf 42 Prozent.

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Nahezu unverändert zeigt sich das Vertrauen in den Euro: Angesichts Schuldenkrise und Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Gemeinschaftswährung haben noch 32 Prozent Vertrauen in die Stabilität des Euro. Dagegen zeigt sich derzeit noch mehr als jeder zweite (56 Prozent) optimistisch im Hinblick auf weiteres Wachstum der deutschen Wirtschaft – vier Prozentpunkte weniger als Ende 2011. Dies sind einige aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung von TNS Infratest im Auftrag der Allianz Bank.

Sparen bleibt wichtig, aber nur jeder Vierte ist zufrieden mit Sparquote

Sparen ist für 62 Prozent der Befragten wichtig oder sehr wichtig, allerdings ist nur jeder Vierte mit der Höhe seiner Ersparnisse zufrieden. Nur 15 Prozent haben genug Geld, um sich sowohl Konsumwünsche zu erfüllen als auch gleichzeitig Rücklagen zu bilden – drei Prozentpunkte weniger als noch 2011. Fast 40 Prozent können Geld sparen und sich zumindest hin und wieder etwas gönnen. Elf Prozent haben nach Abzug der Kosten gar kein Geld zur freien Verfügung.

Sicherheit zählt: Immobilien und Betriebsrente vor Aktien

Im Zuge der Finanzkrise sind fast 70 Prozent der Deutschen sehr vorsichtig und setzen entsprechend auf sichere Anlageformen: Neben der privaten Vorsorge sind dabei vor allem klassische Sparprodukte wie Sparplan, -brief und -buch beliebt; diese Anlageformen besitzt mehr als jeder zweite Deutsche. Die Befragten möchten auch künftig in diese Anlageformen investieren; zudem planen sie im Vergleich zu 2011 mehr bzw. neu in Immobilien zu investieren und vermehrt Geld in eine Betriebsrente einzuzahlen. Die betriebliche Altersvorsorge verzeichnet demnach unter allen Sparformen mit fünf Prozent den mit Abstand stärksten Zuwachs. In Aktien, Fonds und festverzinsliche Wertpapiere wollen derzeit dagegen nur wenige investieren.
„Die Tugend des Sparens wird auch weiterhin von den Deutschen hochgehalten“, sagt Karin Katerbau, Vorstandsmitglied der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). „Wichtig ist, die Form der Geldanlage an den individuellen Vermögenszielen auszurichten. Die Anlage in Sachwerten ist eine gute Alternative. Hier sollten neben Immobilien aber ebenso Investmentfonds und ggfs. Aktien berücksichtigt werden. Eine breite Streuung der Geldanlage ist besonders wichtig und minimiert Risiken.“