Im Gegensatz zu Deutschland muss jeder Bootseigner in Italien eine Bootshalter-Haftpflichtversicherung nachweisen. Dies gilt sowohl beim Befahren der italienischen Binnengewässer, wie zum Beispiel dem Gardasee, als auch der Küstengewässer am Mittelmeer.

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Der Versicherungsnachweis erfolgt per „Blauer Versicherungskarte“ für Italien (Certificato di Assicurazione) und ist in italienischer und deutscher Sprache abgefasst. Diese Versicherungsbestätigung erhalten Bootseigner auf Anfrage bei ihrer Versicherungsgesellschaft.

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Versicherung für motorgetriebene Wassersportfahrzeuge und Segelboote mit Hilfsmotoren. Die Versicherungsbestätigung muss immer an Bord mitgeführt werden. Sie wird bei der Einfahrt in italienische Häfen benötigt und von den italienischen Behörden regelmäßig kontrolliert.

Die Mindestversicherungssummen in Italien betragen derzeit 2,5 Millionen Euro für Personen- und 500.000 Euro für Sachschäden. Ab dem 11. Juni dieses Jahres verdoppeln sich diese Summen auf fünf Millionen Euro für Personen- und eine Million Euro für Sachschäden.

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Bootseigner, die einen Vertrag mit geringeren Summen haben, müssen diesen vor Ausstellung einer Versicherungsbestätigung für Italien bei ihrer Versicherungsgesellschaft entsprechend erhöhen lassen. Ansonsten kann es passieren, dass die Einfahrt per Schiff nach Italien nicht erlaubt wird.