Ende 2010 waren noch 32,4 Milliarden Euro in nachhaltigen Fonds angelegt, am 31. Dezember 2011 waren es 28,1 Milliarden Euro - ein Minus von zwölf Prozent.

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Auch 2009 hatte das Gesamtvolumen der nachhaltigen Fonds mit rund 30 Milliarden Euro noch höher gelegen als 2011. Insgesamt waren Ende 2011 in Deutschland 289 Nachhaltigkeitsfonds zum Vertrieb zugelassen. Ein Jahr zuvor waren es noch 306 Fonds. „Einige Nachhaltigkeitsfonds wurden im vergangenen Jahr mit anderen fusioniert, andere mangels Anlagevolumen eingestellt“, erläutert ECOreporter.de-Chefredakteur Jörg Weber. Das geschrumpfte Volumen führt er vor allem darauf zurück, dass die in den Fonds enthaltenen Aktien Kursverluste hinnehmen mussten: „Die Anleger haben sich nicht von ihren nachhaltigen Fonds getrennt“, sagt Weber. 153 der 289 nachhaltigen Fonds sind reine Aktienfonds. Sie verloren über das Jahr im Schnitt 14,4 Prozent an Wert.

Hintergrund-Erläuterung zur Untersuchung:
In die Fondsbilanz von ECOreporter.de eingeflossen sind die Daten der nachhaltigen Aktien-, Renten-, Misch-, Dach-, Geldmarkt- und Erneuerbare-Energie-Fonds sowie von nachhaltigen ETF und Mikrofinanzfonds. Berücksichtigt sind nur die in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen nachhaltigen, ethischen oder Erneuerbare-Energie-Fonds. Nicht enthalten sind also Fonds aus anderen deutschsprachigen Ländern wie Österreich oder teilweise deutschsprachigen Ländern wie Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg.
Erfasst sind zudem nur die zum Vertrieb zugelassenen und damit von normalen Anlegern zu zeichnenden Fonds. Nicht handelbare Spezialfonds für Institutionen sind nicht erfasst.
Nicht enthalten sind auch sogenannte geschlossene Fonds, die meist auf einer GmbH&Co KG basieren und zu einer anderen Finanzprodukt-Kategorie gehören (Beispiel: geschlossener Solarfonds, der in eine Solaranlage investiert).