Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreise hätten zuletzt zu einem für die Bürger zunehmend spürbar werdenden Preisauftrieb geführt. Diese Preissteigerungen hätten zwar bislang hauptsächlich realwirtschaftliche Gründe, doch müsse einer Ausbreitung der Effekte und dem Aufkommen von Inflationserwartungen entgegengewirkt werden.

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„Negative Realzinsen waren in Zeiten der Finanzkrise und Rezession durchaus sinnvoll. Jetzt sind sie der inzwischen in weiten Teilen der Währungsunion gut erholten Situation nicht mehr angemessen“, so Haasis weiter.

Gerade Deutschland könne die Erhöhung angesichts guter Auftrags- und Ertragslage in den Unternehmen verkraften. Für die angeschlagenen Peripherieländer sei das schon schwieriger. Allerdings sei für die dortigen Finanzsektoren die einstweilen beibehaltene großzügige mengenmäßige Liquiditätsversorgung durch die EZB wichtiger als der heute nur moderat erhöhte Zinssatz.