Auffällig ist zugleich, dass die meisten ausgezeichneten Versicherer ein breites Spektrum typischer Familienrisiken abdecken – von Haftpflicht-, Kraftfahrt- und Sachversicherungen über Kranken- und Lebensversicherungen bis hin zur Berufsunfähigkeitsvorsorge.

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Rang 1: ADAC Versicherungen (2,12 / Nr. 1 | Höchste Empfehlung)

Mit der Bestnote der Studie erreichen die ADAC Versicherungen Rang eins im Familiencheck. Das Unternehmen gehört zwar nicht zu den größten Versicherern Deutschlands, verfügt jedoch über eine außergewöhnlich hohe Präsenz im Alltag vieler Haushalte. Im Schaden- und Unfallgeschäft erzielten die ADAC Versicherungen 2024 rund 891 Mio. Euro gebuchte Bruttoprämien und erreichten damit einen Marktanteil von rund 1,04 Prozent (Rang 21). Charakteristisch ist die enge Verzahnung mit dem ADAC und seinem breiten Angebot rund um Mobilität und Assistance-Leistungen. Ergänzt wird das Geschäft durch weitere Standardversicherungen sowie ein bedeutendes Rechtsschutzgeschäft. Mit rund 1,81 Millionen Verträgen zählte der Versicherer 2024 zu den größten Rechtsschutzanbietern Deutschlands.

Rang 2: Baloise (2,13 / Sehr hohe Empfehlung)

Mit Rang zwei erreicht Baloise eine Spitzenplatzierung im Familiencheck. Die Marke steht für ein breit aufgestelltes Versicherungsgeschäft, das in Deutschland sowohl Lebens- als auch Schaden- und Unfallversicherung umfasst. Nach Daten des MAP-Reports erzielte die Baloise Lebensversicherung 2025 verdiente Bruttobeiträge von 615,8 Mio. Euro und erreichte damit einen Marktanteil von 0,65 Prozent; im Branchenvergleich bedeutete dies Rang 33. Auffällig ist der hohe Anteil fonds- und indexgebundener Produkte: Mit 248,2 Mio. Euro entfielen 40,3 Prozent der Lebensversicherungsbeiträge auf dieses Geschäftsfeld. Deutlich stärker positioniert ist Baloise im Schaden- und Unfallgeschäft. Dort erreichte das Unternehmen 2025 verdiente Bruttobeiträge von 953,3 Mio. Euro, einen Marktanteil von 1,02 Prozent und Rang 24 der Branche. Der rechtliche Zusammenschluss mit Helvetia wurde im Dezember 2025 vollzogen; die hier genannten Kennzahlen beziehen sich jedoch auf die Baloise-Gesellschaften im deutschen Markt.

Rang 3: HanseMerkur (2,14 / Sehr hohe Empfehlung)

Die HanseMerkur gehört zu den Versicherungsgruppen, deren Geschäftsmodell besonders stark von der privaten Krankenversicherung geprägt wird. Der Krankenversicherer erzielte 2024 rund 2,2 Mrd. Euro Beitragseinnahmen und belegte damit Rang elf im deutschen PKV-Markt. Daneben ist die Gruppe auch in der Lebensversicherung aktiv, wo sie 2024 rund 355 Mio. Euro gebuchte Bruttoprämien und einen Marktanteil von 0,39 Prozent erreichte. Mehr als die Hälfte des Lebensversicherungsbestands entfällt auf Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch Kooperationen im Bereich der Brillen- und Zusatzversicherungen. Die HanseMerkur verbindet damit eine starke Stellung in der Gesundheitsvorsorge mit einem breit gefächerten Vorsorgeangebot für Familien.

Rang 4: Allianz (2,15 / Sehr hohe Empfehlung)

Mit der Allianz folgt auf Rang vier der größte Versicherer Deutschlands. Der Konzern ist Marktführer in mehreren zentralen Versicherungssparten und deckt nahezu den gesamten Versicherungsbedarf von Privatkunden ab. In der Lebensversicherung erzielte die Allianz 2024 rund 23,85 Mrd. Euro Beiträge und vereinte damit etwa ein Viertel des deutschen Marktes auf sich. Auch im Schaden- und Unfallgeschäft lag sie mit einem Marktanteil von rund 13,3 Prozent an der Spitze. In der privaten Krankenversicherung belegte die Allianz mit 4,32 Mrd. Euro gebuchten Bruttoprämien Rang drei. Die Platzierung zeigt damit, dass auch der größte Allroundversicherer Deutschlands bei Familien zu den am besten bewerteten Anbietern zählt.

Rang 5: R+V (2,16 / Sehr hohe Empfehlung)

Die R+V gehört zu den größten Versicherungsgruppen Deutschlands und deckt nahezu den gesamten Versicherungsbedarf von Familien ab. In der Lebensversicherung erzielte die Gruppe 2024 verdiente Bruttobeiträge von 6,90 Mrd. Euro und belegte damit Rang zwei im Markt. Auch im Schaden- und Unfallgeschäft zählt sie mit 5,61 Mrd. Euro Bruttoprämien und einem Marktanteil von 6,05 Prozent zu den größten Anbietern. Besonders stark ist die R+V in klassischen Alltagsversicherungen positioniert: In der privaten Haftpflichtversicherung war sie 2024 mit 781,7 Mio. Euro Bruttoprämien, einem Marktanteil von 8,75 Prozent und mehr als zwei Millionen Verträgen die zweitgrößte Einzelgesellschaft Deutschlands. Hinzu kommen ein bedeutendes Rechtsschutz- und Krankenversicherungsgeschäft. Charakteristisch für die R+V ist ihre Einbindung in die genossenschaftliche FinanzGruppe: Über die Volks- und Raiffeisenbanken werden Finanzierung, Vermögensaufbau, Vorsorge und Versicherung vielfach aus einer Hand angeboten.

Rang 6: INTER (2,17 / Sehr hohe Empfehlung)

Die INTER Versicherungsgruppe ist in der Kranken-, Lebens- sowie Schaden- und Unfallversicherung aktiv, setzt ihren klaren Schwerpunkt jedoch in der privaten Krankenversicherung. Dort erzielte das Unternehmen 2024 gebuchte Prämien von 846 Mio. Euro, erreichte einen Marktanteil von 1,67 Prozent und belegte Rang 18 im Markt. Das Portfolio ist klar von der Krankenvollversicherung geprägt, auf die rund 73 Prozent der Beiträge entfallen. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleinere Lebensversicherung mit 81,9 Mio. Euro verdienten Bruttobeiträgen (Rang 66) sowie eine Kompositversicherung mit 61,0 Mio. Euro Beiträgen, deren Schwerpunkt auf der Feuer- und Sachversicherung liegt. Das Geschäftsmodell ist damit weniger auf eine breite Marktabdeckung als auf Gesundheits-, Vorsorge- und ausgewählte Sachversicherungslösungen ausgerichtet.

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Rang 6: WWK (2,17 / Sehr hohe Empfehlung)

Die WWK zählt zu den profiliertesten Lebensversicherern Deutschlands und konzentriert sich nahezu vollständig auf das Vorsorgegeschäft. Das Unternehmen erzielte 2024 rund 1,20 Mrd. Euro Bruttobeiträge in der Lebensversicherung. Charakteristisch ist die Bestandsstruktur: Rund 67 Prozent der Verträge entfallen auf fonds- und indexgebundene Lebensversicherungen. Weitere Schwerpunkte bilden Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen mit 16 Prozent sowie Risikolebensversicherungen mit 9 Prozent des Bestands. Das Schaden- und Unfallgeschäft spielt dagegen nur eine ergänzende Rolle und beschränkt sich auf einzelne Nischensparten. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit setzt die WWK zudem traditionell auf Eigenständigkeit und einen starken Vertrieb über Makler und freie Vermittler. Die Platzierung zeigt, dass Familien nicht nur breit aufgestellte Allroundversicherer, sondern auch spezialisierte Vorsorgeanbieter als besonders empfehlenswert bewerten.

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