Bei Maklerpools planen Versicherer ebenfalls weniger Kooperationen. Im Krankenversicherungsgeschäft sinkt der Anteil der Courtagezusagen von 26,3 Prozent auf 19,3 Prozent. Im Lebensversicherungsgeschäft geht der Wert von 50,9 Prozent auf 43,9 Prozent zurück.

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Besonders deutlich fällt der Rückgang im Kompositgeschäft aus: Hier sinkt der Anteil der Kooperationen mit Pools von 77,2 Prozent auf 61,4 Prozent.

Auch Strukturvertriebe könnten künftig seltener als Vertriebspartner auftreten. In der Krankenversicherung planen nur noch 14 Prozent der Versicherer entsprechende Kooperationen – aktuell sind es 19,3 Prozent.

Viele Versicherer erwarten in den kommenden Jahren eine stärkere Fokussierung auf bestimmte Vertriebswege, Sparten und Maklersegmente. 63,2 Prozent der befragten Versicherungsentscheider stimmen der Aussage zu, dass ein effizienter Maklervertrieb nur durch Spezialisierung möglich sei.

„Get big or get specialised gilt auch für Versicherer. Es wird nicht mehr den Versicherer geben, der mit dem Bauchladen durch die Gegend zieht und versucht, alles abzudecken“, wird Michael Reinelt, Vertriebsvorstand der Dialog Versicherungen, zitiert.

Konsolidierung im Markt wahrscheinlich

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist die Erwartung einer zunehmenden Marktkonsolidierung.

So gehen 82,5 Prozent der Versicherungsentscheider und 83,6 Prozent der befragten Makler davon aus, dass sich die Konsolidierung unter den Versicherern weiter verstärken wird.

Auch im Poolmarkt erwarten viele Beobachter strukturelle Veränderungen. Rund 86 Prozent der Versicherungsentscheider und 80 Prozent der Makler rechnen damit, dass kleinere Pools künftig vom Markt verschwinden oder mit größeren Partnern kooperieren müssen.

Der Anpassungsdruck betrifft laut Studie auch den Ausschließlichkeitsvertrieb. Versicherer planen demnach, die Zahl der Agenturverträge deutlich zu reduzieren. Im Krankenversicherungsgeschäft könnte fast jeder dritte Agenturvertrag entfallen. Im Kompositbereich erwarten die Befragten einen Rückgang der Verträge um rund 20 Prozentpunkte.

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Hintergrund: Der Beitrag erschien zuerst im neuen kostenfreien Versicherungsbote Fachmagazin 01-2026. Das Magazin kann auf der Webseite des Versicherungsbote bestellt werden. Die Studie der Versicherungsforen ist (kostenpflichtig) auf der Webseite der Leipziger Experten erhältlich.

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