Heidelberger: 217,1 ProzentDie Heidelberger erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 217,1 Prozent nach 183,6 Prozent im Vorjahr und verbessert ihre Solvenzquote damit moderat. Nach verdienten Bruttobeiträgen gehört das Unternehmen mit 636,6 Mio. Euro und Rang 32 weiterhin zu den größeren Run-off-Gesellschaften im deutschen Lebensversicherungsmarkt. Der Marktanteil liegt bei rund 0,67 Prozent. Die verdienten Bruttobeiträge gehen um 2,4 Prozent zurück und damit deutlich langsamer als bei vielen anderen Bestandsabwicklern. Die Heidelberger gehört zur Viridium-Gruppe und zählt zu den ältesten großen Run-off-Projekten Deutschlands. Bereits 2014 wurde die Gesellschaft gemeinsam mit dem Skandia-Bestand von Cinven und Hannover Rück übernommen und bildete damit einen wesentlichen Grundstein für den späteren Ausbau der Viridium-Plattform. Die Beitragsstruktur zeigt heute eine außergewöhnlich starke Fondsorientierung. 541,5 Mio. Euro beziehungsweise rund 85 Prozent der Beiträge entfallen auf index- und fondsgebundene Lebensversicherungen. Die klassische Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung spielt mit lediglich 4,0 Mio. Euro praktisch keine Rolle mehr. Hinzu kommen 91,1 Mio. Euro Krankenversicherung. Die Struktur verweist damit auf einen Bestand, dessen Kapitalmarktrisiken zu großen Teilen auf die Kunden übertragen wurden. Anders als klassische Garantieportfolios reagiert ein solcher fondsdominierter Bestand typischerweise deutlich weniger sensibel auf das Zinsumfeld. Das dürfte auch erklären, warum die Heidelberger bereits während der Niedrigzinsphase vergleichsweise stabile Solvenzquoten auswies und die Verbesserungen seit der Zinswende moderater ausfallen als bei stark garantielastigen Run-off-Anbietern (2019 und 2020 lagen die Quoten sogar höher als aktuell). Gleichzeitig bleibt die Basis-SCR-Quote trotz der fondsorientierten Struktur weiterhin klar unter dem Durchschnitt des Gesamtmarktes. Das verweist auf die besonderen Rahmenbedingungen des Run-off-Geschäfts mit auslaufenden Beständen und fehlendem Neugeschäft.Heidelbergerin@pixabay