Ager: 243,7 ProzentDie Ager erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 243,7 Prozent nach 177,7 Prozent im Vorjahr und verbessert ihre Solvenzquote damit deutlich. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt das Unternehmen mit 512,1 Mio. Euro Rang 36 im Markt und erreicht einen Anteil von rund 0,54 Prozent an den gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge gehen zugleich um 8,2 Prozent zurück — ein für Run-off-Gesellschaften typischer Effekt infolge auslaufender Bestände und fehlenden Neugeschäfts. Die Ager verwaltet die früheren Bestände der DBV-Winterthur Lebensversicherung im internen Run-off innerhalb des Axa-Konzerns. Eine ursprünglich geplante Übertragung an Athora wurde 2024 wieder aufgegeben. Die Abwicklung erfolgt seither weiterhin konzernintern, bestehende Konsortialverträge werden fortgeführt. Das Geschäftsmodell zeigt auf Basis der aktuellen Beitragsstruktur eine außergewöhnlich starke Fondsorientierung. 452,9 Mio. Euro beziehungsweise rund 88 Prozent der Beiträge entfallen 2025 auf index- und fondsgebundene Lebensversicherungen, während die klassische Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung lediglich 59,2 Mio. Euro erreicht. Der ältere MAP-Report Nr. 941 weist zugleich für 2024 einen außergewöhnlich hohen Anteil des Kollektivgeschäfts aus. Mit 56,42 Prozent der Hauptversicherungen entfällt auf Ager der höchste Kollektivanteil der gesamten Lebensversicherungsbranche. Die Struktur verweist damit auf historisch gewachsene und heterogene Altbestände. Während die heutige Beitragsstruktur stark fondsorientiert erscheint, deutet der außergewöhnlich hohe Kollektivanteil zugleich auf erhebliche langfristige Verpflichtungen aus älteren Gruppen- und Vorsorgeverträgen hin. Gerade solche Kollektivbestände gelten unter Solvency II traditionell als kapitalintensiv.Axa