Siebtgrößter Verlust: Badische Rechtsschutz (minus 1.858 Verträge)
Der Bestandsrückgang der Badischen Rechtsschutz fällt 2024 bereits etwas deutlicher aus als im Fall der R+V, bleibt aber insgesamt moderat. Die Vertragszahl sinkt von 157.809 auf 155.951 Policen – ein Minus von 1.858 Verträgen beziehungsweise rund 1,2 Prozent. Damit zählt die Gesellschaft zu den kleineren Anbietern der Sparte und belegt Rang 23 von 25.

- Rechtsschutzversicherung: Die größten Bestandsverluste
- Achtgrößter Verlust: R+V Allgemeine (minus 1.676 Verträge)
- Siebtgrößter Verlust: Badische Rechtsschutz (minus 1.858 Verträge)
- Sechsgrößter Verlust: ADVOCARD Rechtsschutz (minus 7.654 Verträge)
- Fünftgrößter Verlust: Neue Rechtsschutz (minus 8.342 Verträge)
- Viertgrößter Verlust: DEVK Rechtsschutz (minus 12.001 Verträge)
- Drittgrößter Verlust: DEURAG Rechtsschutz (minus 18.841 Verträge)
- Zweitgrößter Verlust: ADAC Versicherung (minus 39.730 Verträge)
- Größter Verlust: Ergo (minus 53.376 Verträge)
Im Unterschied zu vielen anderen Anbietern zeigt sich der Rückgang hier jedoch auch im längerfristigen Vergleich. Gegenüber 2019 mit 171.163 Verträgen ergibt sich ein Minus von 15.212 Policen beziehungsweise rund 8,9 Prozent. Der Bestandsabbau ist damit kein kurzfristiger Effekt, sondern Teil einer über mehrere Jahre anhaltenden Entwicklung.
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Prämienwachstum: Stabilisierung über steigende Beiträge
Gleichzeitig entwickelt sich die Prämienseite stabil. Die verdienten Bruttoprämien steigen von 24,06 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 25,05 Millionen Euro im Jahr 2024, was einem Zuwachs von 0,99 Millionen Euro beziehungsweise 4,1 Prozent entspricht. Auch im Vergleich zu 2019 (23,48 Millionen Euro) ergibt sich ein Plus von rund 6,7 Prozent.
Der Rückgang im Bestand und das Wachstum der Prämien verlaufen damit – wie in der Sparte insgesamt – entlang derselben Logik: Die wirtschaftliche Entwicklung wird zunehmend über höhere Beiträge je Vertrag getragen.
Preisprofil und Einordnung: moderates Segment mit rückläufigem Bestand
Dieses Muster zeigt sich auch im Preisprofil. Die Durchschnittsprämie steigt von 137,33 Euro im Jahr 2019 über 153,08 Euro im Jahr 2023 auf 162,37 Euro im Jahr 2024. Insgesamt ergibt sich damit ein Anstieg um 25,04 Euro beziehungsweise rund 18,2 Prozent. Dennoch bleibt die Badische klar unter dem Branchenschnitt von 204,76 Euro positioniert. Im Preisranking sind 20 Anbieter teurer, nur vier günstiger. Die Schadenaufwendungen je Vertrag liegen mit 112,93 Euro im Mittelfeld des Marktes und deuten auf ein eher standardisiertes Geschäftsprofil ohne auffällige Risikokonzentration hin.
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Vor diesem Hintergrund lässt sich der Bestandsrückgang schlüssig einordnen. Die Badische bewegt sich in einem preislich moderaten Segment, steigert ihre Beitragseinnahmen, verliert aber über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich Verträge. Das spricht für einen anhaltenden Anpassungsprozess im Bestand, bei dem Wachstum nicht über zusätzliche Policen, sondern über eine schrittweise Aufwertung des verbleibenden Portfolios erfolgt.
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- Größter Verlust: Ergo (minus 53.376 Verträge)
