Wefox braucht Notfallfinanzierung
Das Insurtech Wefox braucht erneut frisches Kapital und setzt dabei auf eine Notfallfinanzierung. Diese soll 15 Millionen Euro betragen. Trotz operativer Fortschritte bleibt der Druck hoch.

Das Insurtech Wefox kommt nicht zur Ruhe. Erst im Oktober hatte das Unternehmen mit Dieter Bartl zum neuen Finanzchef ernannt. Er löste Alexander Bayliss als Group Chief Financial Officer ab.
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Nun führt das Unternehmen eine Notfallfinanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro durch. Das geht aus Investorenunterlagen hervor. Ziel sei es, die kurzfristige Liquidität zu sichern und den Geschäftsbetrieb auf Holding-Ebene stabil zu halten. Darüber berichtet das "Handelsblatt"
Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um einen temporären Finanzierungsbedarf. Die Mittel aus dem Wandelkredit sollen „ausschließlich der Überbrückung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs“ dienen. Gleichzeitig verweist Wefox auf Fortschritte im operativen Geschäft. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam mit bestehenden Investoren wie Chrysalis Investments und Target Global. Diese können sich bis Ende März an der Runde beteiligen und sollen dafür umfangreiche Vorrechte erhalten. Dazu zählt unter anderem eine dreifache Liquiditätspräferenz, die Investoren im Falle eines Verkaufs deutlich besserstellt. Solche Klauseln sind insbesondere in angespannten Finanzierungssituationen üblich und spiegeln das gestiegene Risiko wider.
Gleichzeitig bemüht sich das Unternehmen, Vertrauen zurückzugewinnen. Nach eigenen Angaben hat die Wefox-Gruppe im Jahr 2025 operativ ein positives Ergebnis erzielt. Firmenchef Joachim Müller spricht von einem „entscheidenden Schritt für Wefox“. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management ebenfalls vorsichtig optimistisch: Für 2026 wird ein insgesamt positiver Cashflow erwartet.
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