Versicherungsbote zeigt in einer neuen Bildstrecke, welche Krankenkassen als „Beratungs-Champions 2026“ ausgezeichnet wurden.

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Hintergrund: Beratung als zentraler Leistungsfaktor

Beratung gehört zu den zentralen Leistungsmerkmalen gesetzlicher Krankenkassen. Anders als in vielen anderen Bereichen geht es dabei häufig um existenzielle Fragen: die medizinische Versorgung, Leistungsansprüche im Krankheitsfall oder die Absicherung bei längerer Arbeitsunfähigkeit. Entsprechend hoch ist die Bedeutung von Vertrauen – und entsprechend sensibel reagieren Versicherte auf die Qualität der Beratung.

Zugleich ist die Beratung im System der gesetzlichen Krankenversicherung ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Zwar spielen auch finanzielle Aspekte wie Zusatzbeiträge eine Rolle, doch im Alltag der Versicherten zeigt sich die Leistungsfähigkeit einer Krankenkasse vor allem in der Betreuung: bei Leistungsfragen, in Genehmigungsprozessen, bei Präventionsangeboten oder in komplexen Versorgungssituationen.

Hinzu kommt, dass Versicherte im Vergleich zu vielen anderen Branchen deutlich häufiger Kontakt mit ihrer Krankenkasse haben. Ob Krankmeldung, Leistungsantrag, Reha-Maßnahme oder Fragen zur Kostenübernahme – Beratung findet regelmäßig und in unterschiedlichen Situationen statt. Damit wird sie zu einem prägenden Element der gesamten Versichertenbeziehung.

Gerade in einem zunehmend digitalisierten Umfeld gewinnt dieser Aspekt weiter an Gewicht. Zwar lassen sich Informationen heute schnell und effizient bereitstellen, etwa über Online-Portale oder KI-gestützte Systeme. Doch die Einordnung individueller gesundheitlicher Situationen, die Klärung komplexer Leistungsansprüche und die Orientierung im Versorgungssystem bleiben erklärungsbedürftig. Beratung wird damit zum entscheidenden Bindeglied zwischen Regelwerk und individueller Versorgung.

Dabei wirkt Beratung entlang der gesamten Versichertenbeziehung: von der Orientierung bei Leistungsansprüchen über die Begleitung im Krankheitsfall bis hin zur Unterstützung bei Prävention und Rehabilitation. Besonders in sensiblen Situationen zeigt sich, ob Beratung über reine Information hinausgeht und tatsächlich Orientierung bietet. Vor diesem Hintergrund haben die Tageszeitung WELT und die Ratingagentur ServiceValue die „Beratungs-Champions 2026“ ermittelt. Versicherungsbote stellt die bestbewerteten Krankenkassen der Studie vor.

Was wurde gemacht?

Die hier betrachteten Krankenkassen sind Teil einer umfassenden branchenübergreifenden Untersuchung. Für die Studie „Beratungs-Champions 2026“ haben WELT und ServiceValue insgesamt rund 1.180 Anbieter aus 56 Branchen ausgewertet – von Finanzdienstleistern über Handel bis hin zu Gesundheits- und Serviceanbietern. Die Ergebnisse für Krankenkassen stellen damit eine Teilauswertung innerhalb eines deutlich breiter angelegten Rankings dar, das Beratungsqualität branchenübergreifend vergleichbar macht. Grundlage ist eine Online-Befragung über ein Access-Panel mit mehreren Millionen registrierten Teilnehmern. Befragt wurden Personen, die innerhalb der vergangenen drei Jahre tatsächlich Kontakt zu den jeweiligen Anbietern hatten – in diesem Fall die Versicherten.

Zentrales Messinstrument ist der sogenannte Customer Advisory Score (CAS). Dieser gibt den Anteil der Befragten an, die die Beratung eines Anbieters als „sehr gut“ bewerten. Grundlage ist eine bewusst einfach gehaltene Ja-/Nein-Abfrage. Die konkrete Fragestellung lautet:

„Haben Sie bei diesem Anbieter/ bei dieser Krankenkasse innerhalb der letzten drei Jahre eine sehr gute Kundenberatung erlebt?“

Die Methode verzichtet damit bewusst auf Abstufungen und misst ausschließlich die Spitze der Zufriedenheit. Der daraus berechnete Prozentwert bildet den CAS – je höher der Wert, desto größer der Anteil überzeugter Befragter.

Welche Krankenkassen wurden ausgezeichnet?

Die Auszeichnungen orientieren sich direkt am erreichten Customer Advisory Score. Anbieter, deren Anteil an sehr guten Beratungserfahrungen über dem Branchendurchschnitt liegt, erhalten das Prädikat „Hohe Beratungsqualität“. Darüber hinausgehende Ergebnisse werden als „Sehr hohe Beratungsqualität“ gekennzeichnet. Das jeweils bestplatzierte Angebot erhält zusätzlich die Auszeichnung „Höchste Beratungsqualität“.

Was die Studie nicht zeigen kann

So aufschlussreich die Ergebnisse sind, so klar bleiben auch die Grenzen der Untersuchung. Die Studie gibt keine Auskunft darüber, auf welche konkreten Leistungsbereiche sich die Bewertung bezieht. Ob es sich um einfache Serviceanliegen, Fragen zur Kostenübernahme oder komplexe Versorgungssituationen handelt, bleibt offen. Ebenso wenig wird sichtbar, in welchem konkreten Kontext die Beratung stattfand. Ob es um Routinekontakte oder um besonders anspruchsvolle Einzelfälle ging, lässt sich aus den Ergebnissen nicht ableiten. Die Bewertung verdichtet unterschiedliche Situationen zu einem Gesamturteil.

Zudem misst die Untersuchung ausschließlich die Wahrnehmung der Versicherten – nicht die fachliche Qualität der Beratung. Ob Entscheidungen im Einzelfall korrekt, vollständig oder medizinisch angemessen waren, wird nicht geprüft. Ein hoher Wert kann somit ebenso auf strukturierte Beratung wie auf eine besonders positive Serviceerfahrung zurückzuführen sein.

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Die Ergebnisse zeigen damit vor allem, wie Beratung erlebt wird – nicht zwingend, wie belastbar oder fachlich korrekt sie im Einzelfall ist. Versicherungsbote konzentriert sich in dieser Bildstrecke auf die Krankenkassen mit „Sehr hoher Beratungsqualität“ sowie den Testsieger – und stellt die bestbewerteten Anbieter im Detail vor. Weitere Ergebnisse sowie ein Studiensteckbrief der "Beratungschampions 2026" sind auf der ServiceValue-Webseite verfügbar.