Diese Versicherer punkten beim Mittelstand mit Service und Leistung
Eine aktuelle Untersuchung zeigt, welche Versicherer von mittelständischen Unternehmen besonders positiv bewertet werden. Versicherungsbote stellt in dieser Bildstrecke die bestplatzierten Anbieter vor.

Versicherungsbote zeigt in einer neuen Bildstrecke, welche Versicherer als "Beste Mittelstandsdienstleister" ausgezeichnet wurden.
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Hintergrund: Für mittelständische Unternehmen ist die Qualität externer Dienstleister von besonderer Bedeutung. Das gilt auch für Versicherer. Sie sollen nicht nur Risiken absichern, sondern im Unternehmensalltag als verlässliche Ansprechpartner auftreten – mit passgenauen Produkten, kompetenter Beratung, zuverlässiger Betreuung und einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Gerade im Firmenkundengeschäft, in dem Absicherungsbedarf, Haftungsfragen und betriebliche Risiken oft komplex sind, kommt es auf belastbare Service- und Leistungsstandards an. Auffällig ist dabei: Da die Untersuchung stark auf Aspekte wie Beratung, Betreuung, Servicequalität und Kompetenz der Mitarbeiter abstellt, rückt vor allem die Qualität der Kundenbeziehung in den Mittelpunkt der Bewertung.
Genau hier setzt die Untersuchung „Beste Mittelstandsdienstleister 2026“ an. Die Studie fragt danach, wie Dienstleister aus Sicht mittelständischer Unternehmen wahrgenommen werden. Anders als Rankings auf Basis betriebswirtschaftlicher Kennzahlen oder Marktanteile misst sie nicht Größe oder Umsatzstärke, sondern die konkrete Bewertung durch jene Personen, die mit den Unternehmen im beruflichen Alltag zu tun haben. Auch Versicherer wurden in diesem Zusammenhang bewertet. Versicherungsbote stellt die bestplatzierten Anbieter in einer Bildstrecke vor.
Was wurde gemacht?
Grundlage der Untersuchung ist eine Online-Befragung im Auftrag des Handelsblatts. Nach Angaben von ServiceValue wurden dafür keine Kundendaten der bewerteten Unternehmen eingeholt oder genutzt. Die Befragung erfolgte vielmehr eigeninitiiert unter Panelisten. Dabei handelt es sich um Entscheider, Einkäufer oder Nutzer aus mittelständischen Unternehmen, die ihre Erfahrungen mit den untersuchten Dienstleistern bewertet haben.
Der Erhebungszeitraum lag zwischen Ende Dezember 2025 und Mitte Januar 2026. Insgesamt wurden 729 Dienstleister aus 51 Branchen untersucht. In die Auswertung flossen 50.765 Kundenurteile von 21.674 Befragten ein. Die hier betrachteten Versicherer sind dabei Teil einer branchenübergreifenden Untersuchung, die verschiedene Dienstleistersegmente parallel bewertet und anschließend in Teilrankings – wie hier für die Versicherungsbranche – auswertet.
Methodisch folgt die Studie einem bekannten Muster: Bewertungen werden über standardisierte Skalen in Punkte übersetzt. Anders als bei einfacheren ServiceValue- Rankings bleibt es diesmal jedoch nicht bei einer einzelnen Gesamtfrage. Stattdessen wird die Bewertung zweistufig aufgebaut und um mehrere Leistungsdimensionen ergänzt. Die Bewertung der Unternehmen erfolgt entsprechend in zwei Schritten:
- Im ersten Schritt wird die allgemeine Kundenzufriedenheit erhoben. Die Befragten beantworten dazu die Frage „Wie beurteilen Sie (…) insgesamt?“. Die Antworten erfolgen auf einer fünfstufigen Skala von „ausgezeichnet“ über „sehr gut“, „gut“ und „mittelmäßig“ bis „schlecht“. Für die Auswertung werden diese Kategorien in ein Punkteschema überführt – von 100 Punkten für „ausgezeichnet“ bis 0 Punkten für „schlecht“. Daraus entsteht der Zufriedenheits-Index, der den Gesamteindruck der Befragten abbildet.
- Im zweiten Schritt wird dieser Gesamteindruck systematisch aufgeschlüsselt. Die Befragung enthält sieben konkrete Leistungs- und Serviceaspekte: 1.) Qualität der Produkte und Leistungen, 2.) Beratungsleistung, 3.) Betreuungsleistung, 4.) Preis-Leistungs-Verhältnis, 5.) Servicequalität, 6.) bereitgestellte Informationen sowie 7.) die Kompetenz der Mitarbeiter. Diese Einzelaspekte werden jeweils auf einer vierstufigen Zustimmungsskala bewertet – von „trifft voll und ganz zu“ bis „trifft überhaupt nicht zu“. Auch hier erfolgt eine Überführung in Punkte von 100 bis 0. Aus diesen Einzelwerten wird anschließend der Zustimmungs-Index als Durchschnitt über alle Leistungsmerkmale gebildet.
Der für das Ranking maßgebliche Gesamt-Index entsteht schließlich als ungewichteter Mittelwert aus beiden Größen. Die Studie kombiniert damit bewusst zwei Perspektiven: den übergeordneten Gesamteindruck und die Bewertung einzelner Leistungsdimensionen. Der resultierende Gesamtwert verdichtet diese beiden Ebenen zu einer Kennzahl auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten – und bildet damit die Grundlage für das Ranking innerhalb der jeweiligen Branche.
Welche Unternehmen wurden ausgezeichnet?
Ausgezeichnet werden alle Anbieter, deren Gesamt-Index über dem Durchschnitt ihrer jeweiligen Branche liegt – sie gelten als „Top platziert“. Das jeweils bestplatzierte Unternehmen erhält darüber hinaus den Titel „Nr. 1“. Für die Versicherungsbranche bedeutet das: Die in dieser Bildstrecke vorgestellten Anbieter haben überdurchschnittliche Bewertungen innerhalb ihrer Branche erzielt.
Was die Studie nicht leisten kann
So aufschlussreich die Ergebnisse sind, so klar bleiben auch die Grenzen der Untersuchung. Die Studie misst die Wahrnehmung von Dienstleistungsqualität, nicht jedoch objektive Leistungskennzahlen. Sie trifft keine Aussagen zu Tarifinhalten, Preisen, Deckungsumfängen oder zur tatsächlichen Qualität von Produkten und Schadenregulierung. Auch Unterschiede in der Komplexität der betreuten Risiken – etwa zwischen standardisierten Gewerbekunden und industriellen Großrisiken – werden nicht abgebildet.
Zudem bleibt offen, auf welcher konkreten Erfahrungsbasis die Bewertungen beruhen. Die Befragten sind zwar im beruflichen Kontext mittelständischer Unternehmen tätig, bewerten aber Anbieter grundsätzlich aus ihrer individuellen Erfahrung heraus. Diese kann sowohl aus geschäftlichen Versicherungsbeziehungen als auch aus privaten Policen stammen. Eine eindeutige Trennung zwischen gewerblichen und privaten Kontaktpunkten erfolgt in der Studie nicht.
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Die Ergebnisse zeigen damit, welche Versicherer im Mittelstand als besonders service- und betreuungsstark wahrgenommen werden – sie ersetzen jedoch keine fachliche Bewertung von Produkten, Bedingungen oder der tatsächlichen Leistungsfähigkeit im Firmenkundengeschäft. Weitere Ergebnisse der Studie sowie ein Studienstreckbrief sind bei ServiceValue abrufbar.