Marderbisse an Autos sind ein wachsendes Problem: Rund 252.000 Fälle wurden im 2024 von Kfz-Versicherungen registriert. Das ist ein Anstieg von knapp 7,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023. Damals waren es noch rund 235.000 Fälle. Das geht aus Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Anzeige

Insgesamt summierten sich die durch Marder verursachten Schäden auf eine Rekordhöhe von 157 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 22,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Damit liegen die durchschnittlichen Kosten für einen Marderbiss bei etwa 623 Euro. Im Jahr 2023 hatte der Wert noch bei gut 550 Euro gelegen. Damit ist die Schadenshöhe pro Fall um etwa 13,3 Prozent gestiegen. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg waren die hohen Lohnkosten der Werkstätten sowie die gestiegenen Preise für Ersatzteile.

Versicherungen und Marderschäden

Schäden durch Marderbisse sind in der Regel durch Teil- oder Vollkaskoversicherungen abgedeckt, nicht jedoch durch eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Hierbei unterscheiden sich jedoch die Leistungen der Kaskoversicherungstarife: Manche decken nur die direkten Schäden ab, während andere auch teure Folgeschäden wie defekte Katalysatoren, überhitzte Motoren oder beschädigte Antriebswellen ersetzen. Ein genauer Blick auf den Versicherungsschutz lohnt sich, um im Ernstfall finanziell abgesichert zu sein.

Warum Marder ein Problem für Autos sind

Besonders betroffen sind Fahrzeuge, die häufig an wechselnden Orten parken. Der Grund: Marder markieren Motorraum und Leitungen mit ihrem Revierduft. Wenn ein Auto dann in das Revier eines anderen Marders gelangt, werden die markierten Stellen oft vollständig zerbissen. Betroffen sind insbesondere Kabel, Schläuche und Gummimanschetten, was nicht nur direkte Schäden, sondern auch kostspielige Folgeschäden verursachen kann.

Anzeige

Schutzmaßnahmen gegen Marderschäden

Um Marderbissen vorzubeugen, können Autofahrer verschiedene Maßnahmen ergreifen:

  • Motoraum reinigen: Nach einem Marderbesuch ist eine professionelle Reinigung durch eine Werkstatt sinnvoll, um Duftmarken zu entfernen.
  • Physische Barrieren: Elastische Drahtgitter unter dem Motor oder Motorraum-Abschottungen können Mardern den Zugang zu Kabeln und Schläuchen erschweren.
  • Abwehrsysteme: Geräte, die Ultraschall oder leichte Stromstöße nutzen, halten die Tiere fern.
  • Kabelummantelungen: Schläuche aus Hartplastik können Kabel und Leitungen zusätzlich schützen.