Frauen machen sich deutlich häufiger Sorgen über eine längere krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit als Männer. Gleichzeitig ist ihre tatsächliche Absicherung gegen dieses Risiko deutlich geringer. Das zeigen Umfrageergebnisse aus dem Financial Freedom Report 2025 der LV 1871. Demnach befürchten 43,5 Prozent der befragten Frauen, im Laufe ihres Arbeitslebens einmal länger als sechs Monate krankheitsbedingt auszufallen. Bei Männern liegt dieser Wert mit 30,7 Prozent deutlich niedriger. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen Risiken rund um Einkommensverlust und finanzielle Sicherheit stärker wahrnehmen.

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Trotz dieses ausgeprägten Risikobewusstseins bleibt die tatsächliche Absicherung deutlich hinter den Sorgen zurück. Laut einer weiteren repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2025 verfügen nur 32,6 Prozent der Frauen über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Anteil liegt damit deutlich unter dem der Männer. Die Ergebnisse zeigen eine klare Lücke zwischen Risikowahrnehmung und tatsächlicher Vorsorge. Vielen Frauen ist zwar bewusst, dass der Verlust der Arbeitskraft ein erhebliches finanzielles Risiko darstellt, doch dieser Erkenntnis folgt nicht automatisch eine entsprechende Absicherung.

„Zum Weltfrauentag wird einmal mehr deutlich, wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit für Frauen ist“, sagt Laura Sinner, Biometrie-Expertin bei der LV 1871.

Für Versicherungsvermittler kann diese sogenannte Gender-Lücke ein wichtiger Ansatzpunkt für Beratungsgespräche sein. Gerade rund um gesellschaftliche Anlässe wie den Weltfrauentag bietet sich die Gelegenheit, gezielt über Einkommensschutz und Berufsunfähigkeitsversicherung zu informieren.

Moderne Berufsunfähigkeitslösungen bieten inzwischen zahlreiche flexible Anpassungsmöglichkeiten, die speziell auf typische Lebensverläufe zugeschnitten sind. Dazu gehören etwa Nachversicherungsmöglichkeiten bei Heirat, bei der Geburt eines Kindes oder beim Wiedereinstieg nach einer Elternzeit. Auch bei Veränderungen der Arbeitszeit, etwa beim Wechsel von Teilzeit zurück in Vollzeit, lassen sich Leistungen häufig anpassen. Ergänzend können Teilzeitklauseln helfen, den Versicherungsschutz an unterschiedliche Erwerbsbiografien anzupassen.

Gerade weil Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitphasen oder Familienzeiten bei Frauen statistisch häufiger vorkommen, kann eine frühzeitige und flexible Absicherung der Arbeitskraft besonders wichtig sein.