Krankenhaus– und Krankentagegeld: Die Marktführer im stagnierenden Segment
Der Markt für Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld stagniert seit Jahren. Bestände und Beitragseinnahmen entwickeln sich rückläufig oder bleiben auf konstantem Niveau. Zugleich dominieren wenige große Versicherer dieses Zusatzsegment und vereinen einen erheblichen Teil der Prämien auf sich. Versicherungsbote stellt die Marktführer vor.

- Krankenhaus– und Krankentagegeld: Die Marktführer im stagnierenden Segment
- Die Marktführer: Rang acht bis fünf
- Die Marktführer: Rang 4 bis 1
Die Krankentagegeld- und Krankenhaustagegeldversicherung zählen zu den klassischen Zusatzversicherungen der privaten Krankenversicherung. Versicherungsbote stellt die Marktführer vor. Beide Produkte sichern unterschiedliche wirtschaftliche Risiken ab: Während das Krankentagegeld Einkommensverluste bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ersetzt, dient das Krankenhaustagegeld der finanziellen Absicherung zusätzlicher Kosten während eines stationären Aufenthalts. Im Versicherungsfall erhalten Versicherte einen vertraglich festgelegten Geldbetrag pro Tag.
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Beim Krankentagegeld beginnt die Leistung in der Regel nach Ablauf einer Karenzzeit, häufig nach sechs Wochen bei Arbeitnehmern, wenn die gesetzliche Entgeltfortzahlung endet. Dabei darf das Tagegeld zusammen mit anderen Leistungen das bisherige Nettoeinkommen nicht übersteigen, um eine Überversicherung zu vermeiden. Die Krankenhaustagegeldversicherung hingegen zahlt unabhängig von konkreten Kosten einen festen Betrag pro Krankenhaustag und dient insbesondere dazu, Zusatzkosten oder laufende Fixkosten während eines Klinikaufenthalts zu decken.
Nachfrage stagniert
Beide Versicherungsformen spielen eine wichtige ergänzende Rolle im PKV-System, zeigen jedoch seit Jahren eine stagnierende Marktentwicklung. So hielten die 25 größten privaten Krankenversicherer im Jahr 2019 durchschnittlich noch 138.192 versicherte Personen in der Krankentagegeldversicherung. Bis 2023 sank dieser Wert auf 137.207 und ging 2024 weiter auf 136.701 Personen zurück. Auch in der Krankenhaustagegeldversicherung zeigt sich ein rückläufiger Trend: Hier sank der durchschnittliche Bestand je Versicherer von 297.958 Personen im Jahr 2019 auf 287.070 im Jahr 2023 und schließlich auf 284.199 im Jahr 2024.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Beitragsvolumen wider. Im Krankentagegeld blieben die durchschnittlich gebuchten Bruttoprämien je Versicherer über die vergangenen Jahre nahezu unverändert. Sie lagen 2019 bei 43,15 Mio. Euro, erreichten 2023 mit 43,21 Mio. Euro ein vergleichbares Niveau und gingen 2024 leicht auf 43,14 Mio. Euro zurück.
Im Krankenhaustagegeld zeigt sich hingegen ein klarer Rückgang der Beitragseinnahmen. Hier lagen die durchschnittlichen Bruttoprämien je Versicherer im Jahr 2019 noch bei 18,45 Mio. Euro, sanken bis 2023 auf 16,56 Mio. Euro und gingen 2024 weiter auf 15,18 Mio. Euro zurück. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Nachfrage nach diesem Zusatzschutz in den vergangenen Jahren strukturell abgenommen hat.
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Unabhängig von dieser stagnierenden Gesamtentwicklung bleibt das Krankentagegeld wirtschaftlich das deutlich bedeutendere Segment. Branchenweit verfügen 3.417.502 Personen über eine entsprechende Absicherung, während das Krankenhaustagegeld mit 7.104.977 Versicherten eine größere Verbreitung erreicht. Dennoch erzielt das Krankentagegeld mit 1,08 Milliarden Euro Bruttoprämien ein nahezu dreimal so hohes Beitragsvolumen wie das Krankenhaustagegeld, das auf 379,56 Mio. Euro kommt. Im Durchschnitt der Marktführer entfallen damit rund 75 Prozent der Prämien auf das Krankentagegeld und etwa 25 Prozent auf das Krankenhaustagegeld. Diese Differenz erklärt sich aus der Funktion der Produkte: Das Krankentagegeld ersetzt Einkommensausfälle und ist entsprechend höher versichert, während das Krankenhaustagegeld primär zusätzliche Kosten absichert und geringere Versicherungssummen aufweist.
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Versicherungsbote stellt die Marktführer vor
Der Markt für Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld ist zwar breit aufgestellt: Von den 25 größten privaten Krankenversicherern weisen 24 ein entsprechendes Geschäft aus. Allerdings bestehen erhebliche Unterschiede in der wirtschaftlichen Bedeutung der Segmente. Während viele Anbieter vergleichsweise geringe Volumina erreichen, vereinen die größten Versicherer einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil der Bruttoprämien und Versicherten auf sich. Insbesondere die acht größten Anbieter prägen die Marktstruktur, da sie mit ihren deutlich höheren Prämienvolumina und Beständen die wirtschaftlichen Schwerpunkte dieses Zusatzsegments bestimmen. Diese Marktführer werden nun mit ausgewählten Kennzahlen vorgestellt.
Die Marktführer: Rang acht bis fünf
Die Unternehmen auf den Rängen acht bis fünf kommen im Berichtsjahr 2024 auf Gesamtvolumina zwischen 72,91 Mio. Euro und 103,22 Mio. Euro und vereinen damit Marktanteile zwischen 5,00 Prozent und 7,08 Prozent auf sich. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in der Segmentstruktur: Während einige Anbieter ihr Zusatzgeschäft klar auf das Krankentagegeld konzentrieren, erreicht das Krankenhaustagegeld bei anderen einen deutlich höheren Anteil am Gesamtvolumen.
Rang 8: Continentale (5,00 Prozent Marktanteil)
Die Continentale erreicht im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 72,91 Mio. Euro und hält damit einen Marktanteil von 5,00 Prozent. Das Geschäft bleibt klar vom Krankentagegeld geprägt, das mit 53,48 Mio. Euro den größten Anteil stellt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 1,61 Mio. Euro beziehungsweise 2,9 Prozent. Deutlich stärker fällt das Minus im Krankenhaustagegeld aus: Hier sinken die gebuchten Bruttoprämien von 28,46 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 19,43 Mio. Euro im Jahr 2024, ein Rückgang um 9,03 Mio. Euro beziehungsweise 31,7 Prozent. Damit entfällt im Berichtsjahr rund ein Viertel des Gesamtvolumens auf das Krankenhaustagegeld, während etwa drei Viertel im Krankentagegeld erzielt werden.
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Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 179.805 Personen versichert, nach 184.191 im Jahr 2023 und 204.101 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand sowohl unter dem Niveau des Vorjahres (–2,4 Prozent) als auch deutlich unter dem Niveau von 2019 (–11,9 Prozent). Auch im Krankenhaustagegeld fällt der Bestand niedriger aus als in den Vergleichsjahren: 2024 sind hier 420.343 Personen versichert, nach 430.177 im Jahr 2023 und 471.458 im Jahr 2019. Dies entspricht einem Rückgang um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 10,8 Prozent gegenüber 2019.
Damit spiegelt sich die rückläufige Nachfrage, die den Gesamtmarkt prägt, auch im Bestand der Continentale wider: In beiden Zusatzsegmenten liegen die Versichertenzahlen im Berichtsjahr 2024 unter dem Niveau von 2023 und 2019.
Rang 7: Axa (6,10 Prozent Marktanteil)
Die Axa erzielt im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 88,90 Mio. Euro und erreicht damit einen Marktanteil von 6,10 Prozent. Das Zusatzgeschäft ist weiterhin klar vom Krankentagegeld geprägt, auf das 61,92 Mio. Euro entfallen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 2,15 Mio. Euro beziehungsweise 3,4 Prozent. Auch im Krankenhaustagegeld fällt das Volumen niedriger aus als im Jahr 2023 und sinkt von 27,66 Mio. Euro auf 26,98 Mio. Euro, ein Minus von 0,68 Mio. Euro beziehungsweise 2,5 Prozent. Mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtvolumen liegt das Krankenhaustagegeld leicht über dem Durchschnitt der Marktführer und stellt weiterhin einen bedeutenden Bestandteil des Zusatzgeschäfts dar.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 167.588 Personen versichert, nach 158.550 im Jahr 2023 und 183.031 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand zwar über dem Niveau des Vorjahres (+5,7 Prozent), bleibt jedoch unter dem Niveau von 2019 (–8,4 Prozent). Im Krankenhaustagegeld erreicht die Axa im Jahr 2024 einen Bestand von 487.113 versicherten Personen, nach 485.862 im Jahr 2023 und 470.776 im Jahr 2019. Der Bestand liegt damit leicht über dem Vorjahr (+0,3 Prozent) und auch über dem Niveau von 2019 (+3,5 Prozent).
Insgesamt zeigt sich damit ein differenziertes Bild: Während das Prämienvolumen im Berichtsjahr 2024 in beiden Segmenten unter dem Niveau des Vorjahres liegt, entwickeln sich die Bestände stabil bis leicht steigend im Krankenhaustagegeld und zuletzt auch im Krankentagegeld, bleiben jedoch insgesamt unter dem Niveau früherer Jahre.
Rang 6: Signal Iduna (6,92 Prozent Marktanteil)
Die Signal Iduna erzielt im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 100,95 Mio. Euro und erreicht damit einen Marktanteil von 6,92 Prozent. Das Krankentagegeld bleibt mit 59,06 Mio. Euro der größte Bestandteil des Zusatzgeschäfts, liegt jedoch um 1,55 Mio. Euro beziehungsweise 2,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 60,61 Mio. Euro. Deutlich stärker fällt der Rückgang im Krankenhaustagegeld aus: Hier sinken die gebuchten Bruttoprämien von 47,29 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 41,89 Mio. Euro im Jahr 2024, ein Minus von 5,40 Mio. Euro beziehungsweise 11,4 Prozent. Mit einem Anteil von rund 41 Prozent am Gesamtvolumen erreicht das Krankenhaustagegeld bei der Signal Iduna einen deutlich höheren Stellenwert als bei vielen anderen Marktführern und stellt innerhalb des Zusatzgeschäfts ein überdurchschnittlich starkes Segment dar.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 181.332 Personen versichert, nach 186.381 im Jahr 2023 und 200.258 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand sowohl unter dem Niveau des Vorjahres (–2,7 Prozent) als auch deutlich unter dem Niveau von 2019 (–9,5 Prozent). Auch im Krankenhaustagegeld fällt der Bestand niedriger aus als in den Vergleichsjahren: 2024 sind hier 775.572 Personen versichert, nach 792.410 im Jahr 2023 und 854.090 im Jahr 2019. Dies entspricht einem Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 9,2 Prozent gegenüber 2019.
Damit spiegelt sich die rückläufige Nachfrage, die den Gesamtmarkt prägt, auch im Bestand der Signal Iduna wider: In beiden Zusatzsegmenten liegen die Versichertenzahlen im Berichtsjahr 2024 unter dem Niveau von 2023 und 2019.
Rang 5: Barmenia (7,08 Prozent Marktanteil)
Die Barmenia erreicht im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 103,22 Mio. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 7,08 Prozent. Das Zusatzgeschäft ist dabei in besonderem Maße vom Krankentagegeld geprägt, das mit 94,44 Mio. Euro den überwiegenden Teil des Volumens stellt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 3,02 Mio. Euro beziehungsweise 3,3 Prozent – als einer der wenigen Anbieter im Spitzenfeld kann die Barmenia ihr Prämienvolumen in diesem Segment damit zuletzt ausbauen. Das Krankenhaustagegeld bleibt mit 8,78 Mio. Euro hingegen nahezu unverändert und liegt nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 8,82 Mio. Euro (–0,04 Mio. Euro beziehungsweise –0,5 Prozent). Mit einem Anteil von rund 8,5 Prozent am Gesamtvolumen spielt das Krankenhaustagegeld im Portfolio der Barmenia eine deutlich geringere Rolle als bei den meisten anderen Marktführern.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 199.850 Personen versichert, nach 198.925 im Jahr 2023 und 172.169 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand leicht über dem Niveau des Vorjahres (+0,5 Prozent) und zugleich deutlich über dem Niveau von 2019 (+16,1 Prozent). Auch im Krankenhaustagegeld erreicht die Barmenia im Berichtsjahr 2024 höhere Bestände als in den Vergleichsjahren: Insgesamt sind 171.545 Personen versichert, nach 168.557 im Jahr 2023 und 163.718 im Jahr 2019. Dies entspricht einem Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 4,8 Prozent gegenüber 2019.
Damit zählt die Barmenia zu den wenigen Anbietern im Spitzenfeld, deren Bestände im Berichtsjahr 2024 sowohl im Krankentagegeld als auch im Krankenhaustagegeld über dem Niveau der Vergleichsjahre liegen.
Die Marktführer: Rang 4 bis 1
An der Spitze des Marktes konzentriert sich ein besonders großer Teil des Prämienvolumens auf wenige Versicherer. Die vier führenden Anbieter erreichen im Berichtsjahr 2024 Gesamtvolumina zwischen 106,54 Mio. Euro und 213,63 Mio. Euro und vereinen damit Marktanteile von 7,31 Prozent bis 14,65 Prozent auf sich. Insbesondere die beiden größten Versicherer übertreffen das Volumen der nachfolgenden Anbieter deutlich und prägen die Struktur des Zusatzgeschäfts maßgeblich.
Rang 4: Generali (7,31 Prozent Marktanteil)
Die Generali erreicht im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 106,54 Mio. Euro und hält damit einen Marktanteil von 7,31 Prozent. Das Zusatzgeschäft ist dabei klar vom Krankentagegeld geprägt, das mit 96,27 Mio. Euro den überwiegenden Teil des Volumens stellt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies jedoch einem Rückgang um 5,37 Mio. Euro beziehungsweise 5,3 Prozent. Auch im Krankenhaustagegeld fällt das Prämienvolumen niedriger aus als im Jahr 2023 und sinkt von 13,44 Mio. Euro auf 10,27 Mio. Euro, ein Minus von 3,17 Mio. Euro beziehungsweise 23,6 Prozent. Mit einem Anteil von rund 9,6 Prozent am Gesamtvolumen bleibt das Krankenhaustagegeld ein kleinerer Bestandteil des Zusatzgeschäfts, erreicht aber weiterhin eines der größeren Volumina im Marktvergleich.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 330.926 Personen versichert, nach 332.812 im Jahr 2023 und 324.331 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand leicht unter dem Niveau des Vorjahres (–0,6 Prozent), aber weiterhin über dem Niveau von 2019 (+2,0 Prozent). Im Krankenhaustagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 258.616 Personen versichert, nach 262.237 im Jahr 2023 und 274.463 im Jahr 2019. Der Bestand liegt damit sowohl unter dem Vorjahresniveau (–1,4 Prozent) als auch unter dem Niveau von 2019 (–5,8 Prozent).
Insgesamt zeigt sich damit ein gemischtes Bild: Während der Bestand im Krankentagegeld im langfristigen Vergleich über dem Niveau von 2019 liegt, fällt das Prämienvolumen im Berichtsjahr 2024 in beiden Segmenten niedriger aus als im Vorjahr.
Rang 3: Allianz (8,56 Prozent Marktanteil)
Die Allianz erreicht im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 124,85 Mio. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 8,56 Prozent. Das Krankentagegeld bleibt mit 85,22 Mio. Euro der größte Bestandteil des Zusatzgeschäfts und liegt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, als 85,33 Mio. Euro erzielt wurden. Der Rückgang beträgt lediglich 0,11 Mio. Euro beziehungsweise 0,1 Prozent und zeigt damit eine weitgehend stabile Entwicklung in diesem Segment. Im Krankenhaustagegeld fällt das Prämienvolumen hingegen spürbar niedriger aus: Es sinkt von 46,25 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 39,63 Mio. Euro im Jahr 2024, ein Minus von 6,62 Mio. Euro beziehungsweise 14,3 Prozent. Mit einem Anteil von rund 31,7 Prozent am Gesamtvolumen bleibt das Krankenhaustagegeld dennoch ein wesentlicher Bestandteil des Zusatzgeschäfts.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 237.083 Personen versichert, nach 240.649 im Jahr 2023 und 260.579 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand sowohl unter dem Niveau des Vorjahres (–1,5 Prozent) als auch deutlich unter dem Niveau von 2019 (–9,0 Prozent). Auch im Krankenhaustagegeld fällt der Bestand niedriger aus als in den Vergleichsjahren: 2024 sind hier 601.339 Personen versichert, nach 612.334 im Jahr 2023 und 666.035 im Jahr 2019. Dies entspricht einem Rückgang um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 9,7 Prozent gegenüber 2019.
Damit spiegelt sich die rückläufige Nachfrage, die den Gesamtmarkt prägt, auch im Bestand der Allianz wider: In beiden Zusatzsegmenten liegen die Versichertenzahlen im Berichtsjahr 2024 unter dem Niveau von 2023 und 2019
Rang 2: Debeka (9,69 Prozent Marktanteil)
Die Debeka erzielt im Berichtsjahr 2024 ein Gesamtvolumen von 141,31 Mio. Euro und erreicht damit einen Marktanteil von 9,69 Prozent. Das Krankentagegeld stellt mit 81,68 Mio. Euro weiterhin den größten Bestandteil des Zusatzgeschäfts dar, liegt jedoch um 3,65 Mio. Euro beziehungsweise 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 85,33 Mio. Euro. Im Krankenhaustagegeld fällt der Rückgang deutlich moderater aus: Hier sinken die gebuchten Bruttoprämien von 60,61 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 59,63 Mio. Euro im Jahr 2024, ein Minus von 0,98 Mio. Euro beziehungsweise 1,6 Prozent. Mit einem Anteil von rund 42,2 Prozent am Gesamtvolumen erreicht das Krankenhaustagegeld bei der Debeka einen deutlich höheren Stellenwert als bei den meisten anderen Marktführern und zählt zu den größten Einzelvolumina in diesem Segment.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 230.465 Personen versichert, nach 232.736 im Jahr 2023 und 235.793 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand sowohl unter dem Niveau des Vorjahres (–1,0 Prozent) als auch unter dem Niveau von 2019 (–2,3 Prozent). Im Krankenhaustagegeld zeigt sich dagegen eine gegenläufige Entwicklung: Hier sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 1.637.301 Personen versichert, nach 1.625.676 im Jahr 2023 und 1.568.421 im Jahr 2019. Der Bestand liegt damit über dem Vorjahresniveau (+0,7 Prozent) und zugleich deutlich über dem Niveau von 2019 (+4,4 Prozent).
Damit zählt die Debeka zu den größten Anbietern im Krankenhaustagegeld und weist im Berichtsjahr 2024 in diesem Segment weiterhin wachsende Bestände auf, während das Krankentagegeld im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig bleibt.
Rang 1: DKV (14,65 Prozent Marktanteil)
Die DKV, eine Tochter der ERGO Group, steht im Berichtsjahr 2024 mit deutlichem Abstand an der Spitze des Marktes. Mit einem Gesamtvolumen von 213,63 Mio. Euro erreicht sie einen Marktanteil von 14,65 Prozent und übertrifft damit den zweitplatzierten Anbieter um mehr als 70 Mio. Euro. Das Krankentagegeld stellt mit 145,02 Mio. Euro den größten Bestandteil des Zusatzgeschäfts dar, liegt jedoch um 7,93 Mio. Euro beziehungsweise 5,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 152,95 Mio. Euro. Auch im Krankenhaustagegeld bleibt die DKV Marktführer: Hier sinken die gebuchten Bruttoprämien von 70,14 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 68,61 Mio. Euro im Jahr 2024, ein Rückgang um 1,53 Mio. Euro beziehungsweise 2,2 Prozent. Mit einem Anteil von rund 32,1 Prozent am Gesamtvolumen bleibt das Krankenhaustagegeld ein bedeutender Bestandteil des Zusatzgeschäfts und erreicht zugleich das größte Einzelvolumen im gesamten Markt.
Im Krankentagegeld sind im Berichtsjahr 2024 insgesamt 334.337 Personen versichert, nach 349.722 im Jahr 2023 und 402.191 im Jahr 2019. Damit liegt der Bestand sowohl unter dem Niveau des Vorjahres (–4,4 Prozent) als auch deutlich unter dem Niveau von 2019 (–16,9 Prozent). Auch im Krankenhaustagegeld fällt der Bestand niedriger aus als in den Vergleichsjahren: 2024 sind hier 1.095.060 Personen versichert, nach 1.116.276 im Jahr 2023 und 1.200.239 im Jahr 2019. Dies entspricht einem Rückgang um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 8,8 Prozent gegenüber 2019.
Damit prägt die DKV als größter Anbieter die Marktstruktur in beiden Zusatzsegmenten maßgeblich, auch wenn die Bestände im Berichtsjahr 2024 unter den Vergleichswerten der Jahre 2023 und 2019 liegen.
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Hintergrund
Grundlage der Auswertung ist der Branchenmonitor Krankenversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Die Studie analysiert die Geschäftsberichte der 25 größten privaten Krankenversicherer, enthält Kennzahlen für die Jahre 2019 bis 2024 und deckt rund 97 Prozent des PKV-Marktes ab. Für die vorliegende Darstellung wurden ausgewählte Kennzahlen dieses Zeitraums ausgewertet und durch eigene Berechnungen ergänzt, etwa zur Entwicklung von Beiträgen, Versichertenzahlen und Durchschnittsprämien. Die vollständige Studie ist über die Webseite der Leipziger Experten kostenpflichtig erhältlich.
- Krankenhaus– und Krankentagegeld: Die Marktführer im stagnierenden Segment
- Die Marktführer: Rang acht bis fünf
- Die Marktführer: Rang 4 bis 1
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