Die betriebliche Pflegeversicherung (bPV) stößt bei Beschäftigten in Deutschland auf große Zustimmung. Mehr als drei Viertel der Arbeitnehmer würden es begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine solche Absicherung anbietet. Das geht aus einer Civey-Umfrage im Auftrag des PKV-Verbands hervor. Besonders bemerkenswert ist der Stellenwert der bPV im Vergleich zu klassischen Zusatzleistungen. Für fast zwei Drittel der Befragten ist eine Absicherung gegen hohe Eigenanteile im Pflegefall wertvoller als Sachleistungen wie ein Diensthandy oder ein Jobticket.

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„Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, sagt der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands, Thomas Brahm. „Insbesondere mit Blick auf die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege. Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern. Deswegen sollte die Politik dieses sinnvolle Vorsorgeinstrument stärker steuerlich fördern.“

Die bPV ist Teil der betrieblichen Krankenversicherung (bKV), die sich insgesamt weiterhin dynamisch entwickelt. Inzwischen würden rund 60.000 Unternehmen in Deutschland eine vollständig arbeitgeberfinanzierte bKV anbieten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 15,6 Prozent (+8.200 Unternehmen).

Parallel dazu steigt auch die Zahl der versicherten Beschäftigten deutlich. Etwa 2,82 Millionen Arbeitnehmer hätten bereits eine betriebliche Krankenversicherung. Rund 450.000 Personen hätten einen betrieblichen Pflegeschutz. Das entspricht einem Plus von 14,8 Prozent bzw. 364.300 zusätzlichen Versicherten.

„In Zeiten eines sich weiter verschärfenden Fachkräftemangels ist die bKV ein strategischer Vorteil für Unternehmen“, betont Brahm. „Sie stärkt die Mitarbeiterbindung, erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber und schafft gleichzeitig einen echten gesundheitlichen Mehrwert.“