Komposit: Wer das Geschäft dominiert (Teil 1: Bayerischer VersVerband bis Generali)
Das Schaden- und Unfallgeschäft ist ein zentrales Rückgrat der deutschen Versicherungswirtschaft. Mit 92,52 Milliarden Euro gebuchten Bruttoprämien im Jahr 2024 entfällt ein erheblicher Teil des gesamten Marktvolumens auf die Kompositsparte. Versicherungsbote stellt die Marktführer im Kompositgeschäft vor – in einem ersten Teil die Anbieter auf den Rängen zwölf bis sieben nach gebuchten Bruttoprämien.

- Komposit: Wer das Geschäft dominiert (Teil 1: Bayerischer VersVerband bis Generali)
- Bayerischer Versicherungsverband: Gebäudegeprägtes Portfolio, herausfordernde Ergebnislage
- Württembergische Versicherung AG: Breites Portfolio, deutliche Ergebniserholung
- VHV: Kfz-dominierter Spezialist mit bemerkenswerter Ergebniskonstanz
- BarmeniaGothaer: Heterogenes Portfolio vor der Fusion, unterschiedliche Ergebnisprofile
- LVM: Kraftfahrtstarkes Portfolio, stabile Ertragsbasis
- Generali Deutschland: Drei Betriebsmodelle, ein Konzern – differenziertes Risikoprofil
Das Schaden- und Unfallgeschäft ist ein zentrales Rückgrat der deutschen Versicherungswirtschaft – sowohl gemessen am Volumen als auch an der Ergebniswirkung. Im Jahr 2024 summierten sich die gebuchten Bruttoprämien im Kompositmarkt auf 92,52 Milliarden Euro. Besonders prägend sind dabei zwei Großsegmente: Die Kraftfahrtversicherung steht mit rund 34 Milliarden Euro für gut 37 Prozent des Marktvolumens, die verbundene Wohngebäudeversicherung mit rund 13 Milliarden Euro für weitere etwa 14 Prozent. Zusammengenommen entfällt damit mehr als die Hälfte des gesamten Kompositgeschäfts auf Sparten, die stark konjunktur-, kosten- und schadenanfällig sind – mit entsprechendem Einfluss auf die Ergebnisentwicklung.
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Diese Struktur erklärt die ausgeprägten Ausschläge der vergangenen Jahre. Zwei Krisenjahre stechen besonders hervor: 2021 belasteten Extremwetterereignisse – allen voran im Ahrtal, aber auch in weiteren Regionen – die Wohngebäudeversicherung massiv und ließen die Schaden-Kosten-Quoten vieler Anbieter deutlich ansteigen. 2023 folgte ein branchenweites Kfz-Krisenjahr, geprägt von Schadeninflation, gestiegenen Reparatur- und Ersatzteilkosten sowie zeitverzögerten Tarifanpassungen.
Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung des Jahres 2024 einzuordnen. Im Kollektiv der fünfzig größten Mehrsparten-Kompositversicherer sinkt die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote wieder unter die technische Kostendeckungsgrenze von einhundert Prozent und erreicht 97,38 Prozent. Das signalisiert rechnerisch eine Rückkehr in den auskömmlichen Bereich – getragen allerdings vor allem von deutlichen Prämiensteigerungen, während das absolute Schadenvolumen auf hohem Niveau verharrt. Entsprechend ambivalent fällt auch das versicherungstechnische Ergebnis (vor Veränderung der Schwankungsrückstellung) aus: Mit 26 Gesellschaften weist weiterhin mehr als die Hälfte der untersuchten Anbieter einen versicherungstechnischen Verlust aus (Versicherungsbote berichtete). Vor diesem Hintergrund rückt die zentrale Frage in den Fokus, wie sich die Marktführer im Kompositgeschäft unter diesen Rahmenbedingungen behaupten konnten.
Datengrundlage: Branchenmonitor Komposit 2025
Grundlage der folgenden Auswertungen ist der Branchenmonitor Komposit 2025. Er betrachtet die fünfzig größten Mehrsparten-Kompositversicherer in Deutschland und ermöglicht so einen konsistenten Vergleich zentraler Kennzahlen wie Prämienentwicklung, Bestandsstruktur, Schaden-Kosten-Quote und versicherungstechnisches Ergebnis. Wichtig ist dabei die methodische Abgrenzung: Im Gegensatz zur GDV-Gesamtmarktsicht, in der sämtliche Anbieter aller Teilsparten enthalten sind, berücksichtigt der Branchenmonitor ausschließlich Gesellschaften mit einem echten Mehrsparten-Kompositportfolio. Reine Rechtsschutz-Monoliner wie Arag SE, Roland oder Ergo Rechtsschutz erscheinen daher nicht in dieser Auswertung.
Marktstruktur: Welche Sparten prägen den Kompositmarkt?
Wie stark einzelne Teilsparten die Gesamtentwicklung beeinflussen, zeigt der Blick auf ihre Beitragsanteile:
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- Die Kraftfahrtversicherung kommt 2024 auf 34,02 Milliarden Euro und damit auf 37 Prozent des Marktes.
- Es folgt die verbundene Wohngebäudeversicherung mit 13,25 Milliarden Euro beziehungsweise 14 Prozent.
- Dahinter liegen die Haftpflichtversicherung mit 8,93 Milliarden Euro (10 Prozent) und die Unfallversicherung mit 6,79 Milliarden Euro (7 Prozent).
- Auf Basis gesonderter Auswertungen des Branchenmonitors Rechtsschutz erreicht die Rechtsschutzversicherung 5,63 Milliarden Euro (6 Prozent). Allerdings werden bei den folgenden Durchschnittswerten des Branchenmonitors keine Monoliner berücksichtigt.
- Erst danach folgt die verbundene Hausratversicherung mit 3,72 Milliarden Euro (4 Prozent).
- Die übrigen Sachversicherungen – darunter Technische Versicherungen, Feuer, Transport/Luftfahrt sowie Kredit und Kaution – steuern zusammen 14,55 Milliarden Euro bei und stehen damit für 16 Prozent des Gesamtvolumens.
Durchschnittliches Portfolio im Kompositmarkt
Davon abzugrenzen ist das durchschnittliche Portfolio der Mehrsparten-Kompositversicherer im Branchenmonitor. Während die zuvor dargestellten Beitragsanteile zeigen, welche Sparten das Gesamtvolumen des deutschen Kompositmarktes prägen, beschreibt die folgende Struktur, wie sich dieses Geschäft innerhalb eines typischen Mehrsparten-Kompositversicherers verteilt. Die Perspektive wechselt damit von der Marktebene zur Unternehmensebene. Über alle fünfzig Gesellschaften hinweg ergibt sich folgende durchschnittliche Bestandszusammensetzung nach gebuchten Bruttoprämien:
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- Unfall: 8 Prozent
- Haftpflicht: 10 Prozent
- Kraftfahrt gesamt: 40 Prozent
- Verbundene Hausrat: 5 Prozent
- Verbundene Wohngebäude: 16 Prozent
- Rest (Beistandsleistungen, Feuer, Rechtsschutz, Kredit und Kaution, sonstige Sachsparten, Technische Versicherung, Transport und Luftfahrt): 22 Prozent
Diese Durchschnittsstruktur dient im Folgenden als Referenz, um Schwerpunktsetzungen, Klumpenrisiken und Diversifikation der einzelnen Marktführer einzuordnen. In den folgenden Kapiteln stellt Versicherungsbote die Komposit-Marktführer auf den Rängen zwölf bis sieben anhand ausgewählter Kennzahlen vor – Bayerischer VersVerband, Württembergische, VHV, BarmeniaGothaer, LVM, Generali.
Bayerischer Versicherungsverband: Gebäudegeprägtes Portfolio, herausfordernde Ergebnislage
Die Unternehmen der Versicherungskammer spielen im deutschen Kompositmarkt eine wichtige Rolle. Innerhalb des Konzerns ist der Bayerische Versicherungsverband Versicherungs-AG der mit Abstand größte Schaden- und Unfallversicherer nach gebuchten Bruttoprämien. Mit einem Prämienvolumen von 2,37 Milliarden Euro im Jahr 2024 und einem Marktanteil von 2,56 Prozent belegt die Gesellschaft Rang zwölf unter den größten Mehrsparten-Kompositversicherern.
Das Wachstum fällt dabei nicht nur absolut, sondern auch relativ deutlich aus. Seit 2019 erhöhten sich die gebuchten Bruttoprämien von 1,58 Milliarden Euro auf 2,37 Milliarden Euro – ein Zuwachs von rund 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Allein im Jahresvergleich 2024 gegenüber 2023 legten die Prämien um gut 9,5 Prozent zu. Der Bayerische Versicherungsverband ist damit ein Anbieter mit spürbar wachsender Marktbedeutung.
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Hoher Gebäudeanteil prägt das Risikoprofil
Auffällig ist die Bestandszusammensetzung, die sich klar vom durchschnittlichen Kompositportfolio unterscheidet. Der Anteil der verbundenen Wohngebäudeversicherung liegt mit 29 Prozent deutlich über dem Marktdurchschnitt von 16 Prozent. Gleichzeitig ist das Kraftfahrtgeschäft mit ebenfalls 29 Prozent erheblich schwächer gewichtet als im Branchenmittel von rund 40 Prozent. Die Haftpflichtversicherung erreicht mit 15 Prozent ebenfalls einen überdurchschnittlichen Anteil gegenüber dem Durchschnitt von 10 Prozent, während Unfall (8 Prozent) und die verbundene Hausratversicherung (4 Prozent) in etwa dem Marktniveau liegen. Die verbleibenden 15 Prozent entfallen auf sonstige Sachsparten, darunter Feuer-, technische Versicherungen, Beistandsleistungen sowie weitere kleinere Segmente ("Rest").
Entsprechend zeigt sich eine erhöhte Volatilität auf der Schaden- und Kostenseite. 2024 lag die Schaden-Kosten-Quote bei 104,65 Prozent und damit klar oberhalb der technischen Kostendeckungsgrenze. Bereits 2019, 2023 und nun erneut 2024 überschritt die Quote die Marke von einhundert Prozent. Über den Zeitraum von 2019 bis 2024 liegt der Durchschnitt mit 99,94 Prozent rechnerisch noch im auskömmlichen Bereich – allerdings nur aufgrund einzelner Entlastungsjahre.
Versicherungstechnisches Ergebnis unter Druck
Die strukturellen Belastungen spiegeln sich deutlich im versicherungstechnischen Ergebnis wider. Im Jahr 2024 weist der Bayerische Versicherungsverband einen Verlust von 81,49 Millionen Euro aus und erzielt damit das drittschlechteste versicherungstechnische Ergebnis im Top-50-Kollektiv der Kompositversicherer. Auch in den Jahren 2019 und 2023 lagen die Ergebnisse bereits im Minus. In den übrigen Jahren des Betrachtungszeitraums wurden zwar positive Ergebnisse erzielt, diese fielen jedoch überwiegend moderat aus.
Das beste Ergebnis stammt aus dem Corona-Jahr 2020, in dem ein Gewinn von 59,58 Millionen Euro erreicht wurde. Dieser positive Ausreißer reicht jedoch nicht aus, um die Verlustjahre vollständig zu kompensieren. In der Mehrjahresbetrachtung ergibt sich damit ein durchschnittliches versicherungstechnisches Ergebnis von minus 0,75 Millionen Euro. Der Bayerische Versicherungsverband operiert damit über den Zeitraum 2019 bis 2024 insgesamt nahe an der Nulllinie und verdeutlicht exemplarisch, wie stark Portfoliofokus, Schadenverlauf und Ergebnisvolatilität im Kompositgeschäft miteinander verknüpft sind.
Württembergische Versicherung AG: Breites Portfolio, deutliche Ergebniserholung
Die Württembergische Versicherung AG ist innerhalb der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe der zentrale Schaden- und Unfallversicherer und zählt zu den prägenden Akteuren im deutschen Kompositgeschäft. Mit gebuchten Bruttoprämien von 2,77 Milliarden Euro im Jahr 2024 und einem Marktanteil von 3,00 Prozent belegt die Gesellschaft Rang elf unter den größten Mehrsparten-Kompositversicherern.
Das Prämienwachstum fällt kontinuierlich und substanziell aus. Seit 2019 stiegen die gebuchten Bruttoprämien von 1,95 Milliarden Euro auf 2,77 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von rund 42 Prozent innerhalb von fünf Jahren entspricht. Im Jahresvergleich 2024 gegenüber 2023 legten die Prämien um knapp 7,1 Prozent zu. Die Württembergische baut ihre Marktposition damit stetig aus, ohne sprunghafte Sonderentwicklungen.
Portfoliostruktur nahe am Branchenprofil
Die Bestandszusammensetzung liegt insgesamt nahe am durchschnittlichen Kompositportfolio. Der Kraftfahrtanteil beträgt 38 Prozent und liegt damit leicht unter dem Branchenmittel von rund 40 Prozent. Die verbundene Wohngebäudeversicherung erreicht 13 Prozent und bleibt moderat unter dem Marktdurchschnitt von 16 Prozent. Die Haftpflichtversicherung ist mit 11 Prozent leicht überdurchschnittlich gewichtet, während Unfall (6 Prozent) und Hausrat (4 Prozent) eine ergänzende Rolle spielen. Auffällig ist der Restanteil von 28 Prozent, der sich auf sonstige Sachsparten wie Feuer-, technische Versicherungen, Beistandsleistungen und weitere kleinere Segmente verteilt und zur Diversifikation beiträgt.
Schaden-Kosten-Quote 2024 klar verbessert
Nach den Belastungen der Vorjahre hat sich die Schaden-Kosten-Quote 2024 deutlich entspannt. Mit 94,42 Prozent erreicht die Württembergische Rang zwanzig im Top-50-Vergleich. Im Jahr 2023 lag die Quote noch bei 103,92 Prozent, im Extremwetterjahr 2021 bei 105,42 Prozent. Der Mehrjahresschnitt von 95,24 Prozent über den Zeitraum 2019 bis 2024 bestätigt eine insgesamt auskömmliche Schaden-Kosten-Relation.
Ergebnis: Vom Verlustjahr in die Top-Ten
Besonders markant ist die Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses. Nach einem Verlust von 93,94 Millionen Euro im Jahr 2023 – dem einzigen negativen Ergebnis im Betrachtungszeitraum – erzielt die Württembergische Versicherung AG 2024 wieder einen Gewinn von 71,47 Millionen Euro. Damit verbessert sich die Gesellschaft im Ergebnisranking um fünfunddreißig Plätze und erreicht einen Top-Ten-Platz unter den fünfzig größten Kompositversicherern.
In der Mehrjahresbetrachtung bestätigt sich die wirtschaftliche Stabilität: Der Durchschnitt des versicherungstechnischen Ergebnisses von 124,11 Millionen Euro im Zeitraum 2019 bis 2024 unterstreicht die nachhaltige Ertragskraft. Die Württembergische Versicherung AG zeigt damit exemplarisch, wie ein breit diversifiziertes Kompositportfolio nach einem ausgeprägten Kfz-Belastungsjahr rasch wieder zu hoher Ergebnisqualität zurückfinden kann.
VHV: Kfz-dominierter Spezialist mit bemerkenswerter Ergebniskonstanz
Die VHV Gruppe ist im deutschen Kompositmarkt vor allem als kraftfahrtaffiner Versicherer positioniert. Innerhalb des Konzerns bildet die VHV Allgemeine den zentralen Schaden- und Unfallversicherer. Mit gebuchten Bruttoprämien von 2,87 Milliarden Euro im Jahr 2024 und einem Marktanteil von 3,10 Prozent belegt die Gesellschaft Rang zehn unter den größten Mehrsparten-Kompositversicherern.
Das Wachstum verläuft kontinuierlich und stabil. Seit 2019 stiegen die gebuchten Bruttoprämien von 2,13 Milliarden Euro auf 2,87 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von rund 35 Prozent innerhalb von fünf Jahren entspricht. Im Jahresvergleich 2024 gegenüber 2023 erhöhte sich das Prämienvolumen um etwa 6,7 Prozent. Die VHV wächst damit moderat, aber verlässlich – ohne sprunghafte Ausschläge.
Extrem kfz-lastiges Portfolio prägt das Risikoprofil
Die Bestandszusammensetzung unterscheidet sich deutlich vom durchschnittlichen Kompositportfolio. Das Kraftfahrtgeschäft dominiert mit einem Anteil von 63 Prozent und liegt damit weit über dem Branchenmittel von rund 40 Prozent. Gleichzeitig sind wohngebäudenahe Risiken kaum vertreten: Die verbundene Wohngebäudeversicherung erreicht lediglich 3 Prozent, Hausrat 2 Prozent. Die Haftpflichtversicherung ist mit 18 Prozent überdurchschnittlich gewichtet, während Unfall mit 2 Prozent ebenfalls eine untergeordnete Rolle spielt. Der verbleibende Restanteil von 12 Prozent entfällt auf sonstige Sachsparten wie Feuer-, technische Versicherungen, Rechtsschutz, Beistandsleistungen sowie weitere kleinere Segmente.
Dieses Profil macht die VHV zu einem der am stärksten auf das Kraftfahrtgeschäft fokussierten Anbieter im Top-50-Kollektiv – mit entsprechend hoher Abhängigkeit von der Schadenentwicklung in dieser Sparte.
Stabile Schaden-Kosten-Quote trotz Kfz-Schwerpunkt
Bemerkenswert ist vor diesem Hintergrund die Entwicklung der Schaden-Kosten-Quote. 2024 liegt die Combined Ratio bei 94,61 Prozent und damit klar unterhalb der technischen Kostendeckungsgrenze. Auch in den Vorjahren blieb die Quote durchgehend unter einhundert Prozent; der höchste Wert im Beobachtungszeitraum wurde 2023 mit 99,10 Prozent erreicht. Der Mehrjahresschnitt von 92,59 Prozent über die Jahre 2019 bis 2024 unterstreicht die nachhaltige Auskömmlichkeit des Geschäftsmodells – selbst in Jahren mit branchenweit erheblichem Druck im Kfz-Segment.
Ergebnisstärke ohne Verlustjahre
Diese Stabilität spiegelt sich deutlich im versicherungstechnischen Ergebnis wider. Im Jahr 2024 erzielt die VHV ein Ergebnis von 101,47 Millionen Euro und erreicht damit das achtbeste Ergebnis im Top-50-Vergleich. Auffällig ist dabei die geringe Ergebnisvolatilität: Selbst das schwächste Jahr des Betrachtungszeitraums, 2023, schloss noch mit einem Gewinn von 26,08 Millionen Euro ab.
In der Mehrjahresbetrachtung ergibt sich ein durchschnittliches versicherungstechnisches Ergebnis von 159,37 Millionen Euro. Die VHV zählt damit zu den ertragsstärkeren Gesellschaften im Kompositmarkt. Sie zeigt exemplarisch, dass ein stark fokussiertes Portfolio – trotz hoher Kfz-Last – bei konsequenter Steuerung und Kostendisziplin dauerhaft auskömmliche Ergebnisse liefern kann.
BarmeniaGothaer: Heterogenes Portfolio vor der Fusion, unterschiedliche Ergebnisprofile
Mit dem Zusammenschluss von Gothaer und Barmenia ist im Jahr 2024 einer der bedeutendsten neuen Versicherungskonzerne im deutschen Markt entstanden. Im Branchenmonitor Komposit 2025 bildet sich dieser Zusammenschluss jedoch noch nicht als einheitliche Gesellschaft ab, sondern spiegelt den Zustand vor der Fusion wider. Methodisch lassen sich die beiden Kompositgesellschaften dennoch additiv betrachten. Zusammen erreichen Gothaer Allgemeine und Barmenia Allgemeine 2024 gebuchte Bruttoprämien von rund 3,04 Milliarden Euro und einen kombinierten Marktanteil von 3,28 Prozent. Damit würde die neue BarmeniaGothaer im Kompositmarkt Rang neun einnehmen.
Auffällig ist dabei weniger die absolute Größe als vielmehr die ausgeprägte Heterogenität der beiden Portfolios. Beide Gesellschaften weichen in ihrer Bestandsstruktur deutlich vom durchschnittlichen Kompositprofil ab – allerdings auf unterschiedliche Weise.
Gothaer Allgemeine: Breites Sachportfolio mit hohem Restanteil
Die Gothaer Allgemeine Versicherungs-AG ist innerhalb des neuen Konzerns der mit Abstand größere Schaden- und Unfallversicherer. Mit gebuchten Bruttoprämien von 2,66 Milliarden Euro im Jahr 2024 und einem Marktanteil von 2,88 Prozent belegt sie Rang elf unter den Mehrsparten-Kompositversicherern, wenn man Töchter eines Konzerns rechtlich getrennt betrachtet. Das Wachstum ist über mehrere Jahre hinweg stabil. Seit 2019 stiegen die Prämieneinnahmen von 1,85 Milliarden Euro auf 2,66 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von rund 44 Prozent entspricht. Im Jahresvergleich 2024 gegenüber 2023 legten die Prämien um gut 10,2 Prozent zu.
Portfolio der Gothaer von hohem "Rest-Anteil" geprägt
Die Portfoliostruktur unterscheidet sich deutlich vom Marktdurchschnitt. Der Kraftfahrtanteil liegt mit 20 Prozent erheblich unter dem Branchenmittel von rund 40 Prozent. Gleichzeitig weist die Gothaer einen außergewöhnlich hohen Restanteil von 37 Prozent auf. Dieser umfasst unter anderem Rechtsschutz, Feuer-, technische Versicherungen sowie weitere Sachsparten und prägt das Risikoprofil maßgeblich. Die Haftpflichtversicherung erreicht mit 18 Prozent ebenfalls einen überdurchschnittlichen Anteil, während Unfall (6 Prozent), Hausrat (4 Prozent) und verbundene Wohngebäudeversicherung (16 Prozent) im Bereich des Marktniveaus liegen.
Schaden-Kosten-Quote der Gothaer zeigt geringe Volatilität
Die Schaden-Kosten-Quote lag 2024 bei 93,35 Prozent, was Rang 14 im Top-50-Kollektiv entspricht. Auffällig ist die vergleichsweise geringe Volatilität: Lediglich im Extremwetterjahr 2021 überschritt die Quote die Marke von einhundert Prozent. Der Mehrjahresschnitt 2019 bis 2024 liegt mit 98,98 Prozent noch im auskömmlichen Bereich.
Beim versicherungstechnischen Ergebnis zeigt sich jedoch ein durchwachsenes Bild. 2024 verbleibt die Gothaer mit einem Gewinn von 1,35 Millionen Euro nur knapp in der schwarzen Zone und erreicht Rang 24. In den Vorjahren traten wiederholt Verluste auf, insbesondere im Jahr 2021 (minus 9,70 Millionen Euro) sowie 2023 (minus 17,47 Millionen Euro). Das beste Ergebnis stammt aus dem Corona-Jahr 2020 mit einem Gewinn von 104,92 Millionen Euro. Über den gesamten Zeitraum 2019 bis 2024 ergibt sich dennoch ein durchschnittliches positives versicherungstechnisches Ergebnis von 27,83 Millionen Euro.
Barmenia Allgemeine: Kleineres Volumen, hohe Unfall- und Restanteile
Die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG ist im Kompositmarkt deutlich kleiner positioniert. Mit gebuchten Bruttoprämien von 374 Mio. Euro und einem Marktanteil von 0,40 Prozent belegt sie Rang 38 im Einzelranking. Das Wachstum fällt dennoch dynamisch aus. Seit 2019 stiegen die Prämieneinnahmen von 212,37 Millionen Euro auf 373,83 Millionen Euro, was einem Zuwachs von rund 76 Prozent entspricht. Im Jahresvergleich 2024 gegenüber 2023 betrug das Plus rund 17,7 Prozent.
Die Portfoliostruktur weicht deutlich vom Marktdurchschnitt ab. Der Kraftfahrtanteil liegt mit 16 Prozent klar unter dem Branchenwert. Gleichzeitig weist die Barmenia Allgemeine einen hohen Unfallanteil von 15 Prozent sowie einen sehr hohen Restanteil von 39 Prozent auf. Die verbundene Wohngebäudeversicherung ist mit 15 Prozent nahezu marktkonform gewichtet, während Haftpflicht (8 Prozent) und Hausrat (6 Prozent) ergänzende Funktionen im Portfolio einnehmen.
Schaden-Kosten-Quote 2024 bei der Barmenia über 100 Prozent
Die Schaden-Kosten-Quote lag 2024 bei 100,54 Prozent, was Rang 38 im Top-50-Vergleich entspricht. Neben dem Extremwetterjahr 2021, in dem die Quote bei 104,85 Prozent lag, ist 2024 erst das zweite Jahr im Betrachtungszeitraum, in dem die Marke von einhundert Prozent überschritten wurde. In den übrigen Jahren bewegte sich die Quote unterhalb dieser Schwelle. Der Mehrjahresschnitt von 2019 bis 2024 beträgt 98,10 Prozent und liegt damit rechnerisch noch im auskömmlichen Bereich.
Das versicherungstechnische Ergebnis fiel 2024 mit minus 0,06 Millionen Euro knapp negativ aus. Auch 2023 wurde ein Verlust ausgewiesen (minus 3,17 Millionen Euro). In den übrigen Jahren seit 2019 erzielte die Gesellschaft überwiegend positive Ergebnisse. Über den gesamten Zeitraum 2019 bis 2024 ergibt sich ein durchschnittliches versicherungstechnisches Ergebnis von plus 3,79 Millionen Euro.
LVM: Kraftfahrtstarkes Portfolio, stabile Ertragsbasis
Auch die LVM Versicherung zählt zu den größten und wirtschaftlich bedeutendsten Kompositversicherern in Deutschland. Mit gebuchten Bruttoprämien von 3,49 Milliarden Euro im Jahr 2024 und einem Marktanteil von 3,78 Prozent belegt der Münsteraner Versicherer Rang acht unter den größten Mehrsparten-Kompositversicherern. In der Einzelwertung nach Prämienvolumen erreicht die LVM sogar Rang sechs.
Das Prämienwachstum verläuft über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich. Seit 2019 stiegen die gebuchten Bruttoprämien von 2,58 Milliarden Euro auf 3,49 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von rund 35 Prozent innerhalb von fünf Jahren entspricht. Allein im Jahresvergleich 2024 gegenüber 2023 legten die Prämien um gut 11,5 Prozent zu. Die LVM baut ihre Marktposition damit stetig aus und gehört zu den wachstumsstärkeren großen Kompositanbietern.
Kraftfahrt dominiert das Portfolio
Die Bestandszusammensetzung ist klar kraftfahrtgeprägt. Mit einem Anteil von 48 Prozent liegt das Kraftfahrtgeschäft spürbar über dem Branchenmittel von rund 40 Prozent. Die verbundene Wohngebäudeversicherung erreicht 15 Prozent und liegt damit nahe am Marktdurchschnitt von 16 Prozent. Haftpflicht (8 Prozent) und Unfall (7 Prozent) sind moderat gewichtet, während die verbundene Hausratversicherung mit 5 Prozent das Portfolio ergänzt. Der Restanteil von 16 Prozent entfällt auf sonstige Sachsparten wie Rechtsschutz, Feuer-, technische Versicherungen, Beistandsleistungen sowie weitere Segmente und liegt unter dem branchenweiten Durchschnitt.
Stabile Schaden-Kosten-Quote
Trotz der hohen Kraftfahrtlast weist die LVM eine vergleichsweise stabile Schaden-Kosten-Quote auf. 2024 lag die Combined Ratio bei 93,75 Prozent, was Rang siebzehn im Top-50-Vergleich entspricht. Auffällig ist die Konstanz über die Zeit: Im gesamten Zeitraum von 2019 bis 2024 überschritt die Quote kein einziges Mal die Marke von einhundert Prozent. Der höchste Wert wurde 2023 mit 99,86 Prozent erreicht. Der Mehrjahresschnitt von 93,75 Prozent bestätigt eine dauerhaft auskömmliche Schaden- und Kostenstruktur.
Ergebnis: Vom Krisenjahr zurück an die Spitze
Das versicherungstechnische Ergebnis zeigt jedoch eine ausgeprägte Ausschlagbewegung. Im Krisenjahr 2023 verbuchte die LVM einen Verlust von 68,38 Millionen Euro und fiel im Ergebnisranking auf Rang 42 zurück. Bereits 2024 folgt jedoch eine deutliche Gegenbewegung: Mit einem Gewinn von 214,95 Millionen Euro erzielt die LVM das drittbeste versicherungstechnische Ergebnis der Branche und verbessert sich damit um neununddreißig Ränge.
In der Mehrjahresbetrachtung bleibt die Ertragskraft klar erkennbar. Der Durchschnitt des versicherungstechnischen Ergebnisses von 156,13 Millionen Euro im Zeitraum 2019 bis 2024 unterstreicht die strukturelle Stärke des Geschäftsmodells. Die LVM zeigt damit, dass ein stark kraftfahrtlastiges Portfolio zwar anfällig für einzelne Krisenjahre ist, langfristig jedoch zu hoher Ergebnisstabilität und überdurchschnittlicher Ertragskraft führen kann.
Generali Deutschland: Drei Betriebsmodelle, ein Konzern – differenziertes Risikoprofil
Die Generali Deutschland nimmt im Kompositmarkt eine besondere Stellung ein. Der Konzern tritt nicht als homogener Schaden- und Unfallversicherer auf, sondern gliedert sein Geschäft strikt nach Betriebs- und Vertriebsmodellen: klassisches Ausschließlichkeitsgeschäft (Generali Deutschland Versicherung), Direktvertrieb (CosmosDirekt) und Maklervertrieb (Dialog). In der Summe erreicht die Generali damit Rang sieben unter den größten Mehrsparten-Kompositversicherern. Addiert kommen die drei Gesellschaften 2024 auf 4,07 Milliarden Euro gebuchte Bruttoprämien und einen Marktanteil von 4,40 Prozent. In der Einzelwertung liegen die Gesellschaften dabei deutlich auseinander: Die Generali Deutschland Versicherung belegt Rang sieben, die Dialog Rang 34 und die Cosmos Rang 43.
Generali Deutschland Versicherung: Nähe zum Marktprofil, stabile Ertragskraft
Mit 3,19 Milliarden Euro Bruttoprämien und einem Marktanteil von 3,45 Prozent bildet die Generali Deutschland Versicherung AG das Rückgrat des Konzerns im Kompositgeschäft. Seit 2019 wuchs das Prämienvolumen von 2,55 auf 3,19 Milliarden Euro, was einem Plus von rund 25 Prozent entspricht; allein 2024 gegenüber 2023 betrug der Zuwachs gut 7,5 Prozent.
Die Portfoliostruktur liegt insgesamt nahe am durchschnittlichen Kompositprofil. Kraftfahrt erreicht 38 Prozent, Haftpflicht 13 Prozent, die verbundene Wohngebäudeversicherung 13 Prozent. Auffällig sind ein erhöhter Unfallanteil von 14 Prozent sowie ein überdurchschnittlicher Hausratanteil von 7 Prozent. Der Restanteil beträgt 15 Prozent.
Die Schaden-Kosten-Quote lag 2024 bei 94,36 Prozent (Rang 19) und blieb im gesamten Zeitraum 2019 bis 2024 stets unter der Marke von einhundert Prozent. Der Mehrjahresschnitt von 91,74 Prozent unterstreicht die hohe Effizienz. Beim versicherungstechnischen Ergebnis erzielte die Gesellschaft 2024 einen Gewinn von 84,40 Millionen Euro (neuntbestes Ergebnis der Branche); lediglich 2023 wurde mit –16,30 Millionen Euro ein Verlust ausgewiesen. Der Durchschnitt 2019 bis 2024 liegt bei 181,64 Millionen Euro.
CosmosDirekt: Kfz-Monofokus mit hoher Effizienz
Die Cosmos Versicherung AG steht für das Direktmodell innerhalb des Konzerns. Mit 334,20 Millionen Euro Bruttoprämien und 0,36 Prozent Marktanteil ist sie volumenmäßig wesentlich kleiner, weist aber ein extrem fokussiertes Portfolio auf. 79 Prozent der Prämien entfallen auf Kraftfahrt, ergänzt durch geringe Anteile in Unfall (7 Prozent), Haftpflicht (6 Prozent), Hausrat (4 Prozent) und Wohngebäude (4 Prozent); der Restanteil liegt bei 1 Prozent.
Trotz dieser Konzentration überzeugt Cosmos durch außergewöhnlich niedrige Schaden-Kosten-Quoten. 2024 lag die CR bei 90,87 Prozent (Rang acht), der Durchschnitt 2019 bis 2024 sogar bei 86,57 Prozent. Damit gehört Cosmos zu den effizientesten Kfz-lastigen Anbietern im Markt und unterscheidet sich klar von vielen anderen Direktversicherern. Diese Effizienz schlägt sich auch im versicherungstechnischen Ergebnis nieder: Cosmos weist über den gesamten Zeitraum 2019 bis 2024 durchgehend positive Ergebnisse aus. Im Jahr 2024 lag der Gewinn bei 21,77 Millionen Euro; der Mehrjahresschnitt beträgt 35,53 Millionen Euro.
Dialog: Maklergeschäft mit höherer Volatilität
Die Dialog Versicherung AG bedient als Maklerversicherer ein strukturell anderes Geschäftsfeld als klassische Ausschließlichkeits- oder Direktanbieter. 2024 erreichte sie gebuchte Bruttoprämien von 545,87 Millionen Euro und einen Marktanteil von 0,59 Prozent. Das Portfolio ist deutlich weniger kraftfahrtlastig als im Marktdurchschnitt: Kraftfahrt kommt auf 23 Prozent, Haftpflicht auf 16 Prozent, die verbundene Wohngebäudeversicherung auf 17 Prozent. Auffällig ist zudem der hohe Restanteil von 32 Prozent, der unter anderem rechtsschutznahe Segmente, gewerbliche Sachsparten, Spezialdeckungen sowie weitere nicht standardisierte Risiken umfasst.
Gerade diese Struktur ist typisch für das Maklermodell. Anders als im standardisierten Privatkundengeschäft bündeln sich bei der Dialog vermehrt individuell gestaltete Risiken, gewerbliche Verträge und Sonderkonzepte, die zwar zur Diversifikation beitragen, zugleich aber eine höhere Ergebnisvolatilität mit sich bringen können. Insbesondere die verbundene Wohngebäudeversicherung dürfte hierbei eine prägende Rolle spielen: Sie ist zwar geringer gewichtet als bei regionalen Gebäudeversicherern, wirkt sich in Schadenjahren jedoch überproportional auf die Combined Ratio aus, da Maklerbestände häufig höhere Einzelrisiken und geringere Kollektivglättung aufweisen.
Diese strukturellen Besonderheiten spiegeln sich in der Schaden-Kosten-Quote wider. 2024 lag die Combined Ratio bei 95,13 Prozent (Rang 24 von 50). In der Zeitreihe zeigt sich jedoch eine erhöhte Schwankungsanfälligkeit: In den Jahren 2021 (106,15 Prozent), 2022 (102,56 Prozent) und 2023 (100,94 Prozent) überschritt die Quote jeweils die Marke von einhundert Prozent. Der Mehrjahresschnitt 2019 bis 2024 liegt mit 97,55 Prozent zwar rechnerisch noch im auskömmlichen Bereich, verdankt dies jedoch vor allem einzelnen Entlastungsjahren.
Auch beim versicherungstechnischen Ergebnis zeigt sich diese Ambivalenz. 2024 weist die Dialog einen Verlust von 15,28 Millionen Euro aus und erreicht Rang 35 im Branchenvergleich. Bereits in den beiden Vorjahren lagen die Ergebnisse mit minus 28,30 Millionen Euro (2023) und minus 15,22 Millionen Euro (2022) im negativen Bereich. Über den gesamten Zeitraum 2019 bis 2024 ergibt sich damit ein durchschnittliches versicherungstechnisches Ergebnis von minus 0,98 Millionen Euro. Die Dialog operiert damit nahe an der Ertragsschwelle – ein Befund, der weniger auf operative Schwächen als auf die strukturellen Anforderungen des maklergetriebenen, risikoheterogenen Kompositgeschäfts zurückzuführen ist.
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Hintergrund und Methodik
Alle genannten Kennzahlen stammen aus dem aktuellen Branchenmonitor Komposit der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Die Auswertung umfasst die fünfzig größten Mehrsparten-Kompositversicherer in Deutschland und deckt damit rund 87 Prozent des gesamten Schaden- und Unfallmarktes ab. Berücksichtigt werden ausschließlich Versicherer mit einem breiten Kompositportfolio: Rechtsschutz-Monoliner sind nicht Teil des Kollektivs. Zwar fließen Rechtsschutzanteile in die Bestandsstruktur der einzelnen Gesellschaften ein, eigenständige Rechtsschutz-Spezialversicherer wie Arag, Roland oder Ergo Rechtsschutz erscheinen im Branchenmonitor jedoch nicht. Der Branchenmonitor ermöglicht eine vergleichende Einordnung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit innerhalb eines klar definierten Marktsegments. Das Analyseinstrument kann – wie auch weitere Branchenmonitore der V.E.R.S. Leipzig GmbH – kostenpflichtig über die Webseite der Leipziger Experten bezogen werden.
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Der vorliegende erste Teil der Porträtreihe stellt die Marktführer im Kompositgeschäft auf den Rängen zwölf bis sieben nach gebuchten Bruttoprämien vor. In einem zweiten Teil folgen anschließend die führenden Anbieter auf den Rängen sechs bis eins.
- Komposit: Wer das Geschäft dominiert (Teil 1: Bayerischer VersVerband bis Generali)
- Bayerischer Versicherungsverband: Gebäudegeprägtes Portfolio, herausfordernde Ergebnislage
- Württembergische Versicherung AG: Breites Portfolio, deutliche Ergebniserholung
- VHV: Kfz-dominierter Spezialist mit bemerkenswerter Ergebniskonstanz
- BarmeniaGothaer: Heterogenes Portfolio vor der Fusion, unterschiedliche Ergebnisprofile
- LVM: Kraftfahrtstarkes Portfolio, stabile Ertragsbasis
- Generali Deutschland: Drei Betriebsmodelle, ein Konzern – differenziertes Risikoprofil
