Zweitschlechteste CR – Nürnberger Allgemeine (117,05 Prozent)Mit 117,05 Prozent verzeichnet die Nürnberger Allgemeine 2024 die zweitschlechteste Schaden-Kosten-Quote im gesamten Kompositkollektiv und zugleich ihren höchsten Wert im Beobachtungszeitraum. Bereits im Ahrtal-Jahr 2021 überschritt die Quote erstmals die Einhundert-Prozent-Schwelle (108,35 Prozent), gefolgt von 2023 mit 107,08 Prozent und dem erneuten Anstieg 2024. Der Mehrjahresschnitt 2019 bis 2024 liegt bei 103,44 Prozent und damit klar oberhalb der Kostendeckungsgrenze. Die Bestandsstruktur ist breit verteilt, aber mit mehreren belastungsanfälligen Segmenten kombiniert: 21 Prozent der Prämien entfallen auf Kraftfahrt und 15 Prozent auf verbundene Wohngebäude – zwei Sparten, die 2024 im Marktdurchschnitt deutliche Druckpunkte darstellen. Hinzu kommt ein hoher Restanteil von 33 Prozent. Ein wesentlicher Faktor ist die regionale Exponierung: Die Nürnberger weist traditionell hohe Marktanteile in Bayern auf, also genau in jenen Gebieten, die in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich häufig von Unwetterereignissen und Elementarschäden betroffen waren. Das spiegelt sich in den Schadenaufwendungen ebenso wie in der Volatilität der Combined Ratio wider. Mit 901 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, 0,97 Prozent Marktanteil und Rang 23 von 50 gehört die Nürnberger Allgemeine zur mittleren Größenklasse des Kompositmarktes, bleibt aber aufgrund der regionalen Schadenlast und der gewichtigen Anteile in Kfz und Wohngebäude strukturell anfälliger für hohe Quoten als breiter diversifizierte Wettbewerber.Nürnberger