Schlechteste CR: Garanta (135,11 Prozent)Während die Nürnberger Allgemeine 2024 mit 117,05 Prozent die zweitschlechteste Schaden-Kosten-Quote im Kompositkollektiv aufweist, markiert ihre Tochtergesellschaft Garanta mit 135,11 Prozent den schlechtesten Wert des gesamten Jahres. Die Garanta zeigt zudem eine besonders volatile Entwicklung: 2019 und 2020 lagen die Quoten noch unter neunzig Prozent, 2021 folgte ein Sprung auf 105,11 Prozent, 2023 bereits 110,05 Prozent und 2024 schließlich der aktuelle Höchststand. Der Mehrjahresschnitt 2019 bis 2024 liegt mit 103,11 Prozent klar oberhalb der Kostendeckungsgrenze. Die stark ausgeprägte Monostruktur des Portfolios erklärt einen wesentlichen Teil dieser Entwicklung: Achtundsiebzig Prozent der Prämien entfallen auf die Kraftfahrtversicherung, während sich der verbleibende Restanteil von zweiundzwanzig Prozent auf kleinere Sachsegmente verteilt, die nicht genügend Masse besitzen, um die Volatilität der Kfz-Sparte abzufedern. Mit 234 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, 0,25 Prozent Marktanteil und Rang 46 im Kompositkatalog zählt die Garanta zu den kleineren Versicherern des Monitors; kleine Häuser mit stark monolinearen Portfolios verfügen naturgemäß über geringere Diversifikationsmöglichkeiten, sodass Belastungsspitzen im Kraftfahrtgeschäft besonders schnell und stark in der Gesamtquote sichtbar werden.Nürnberger