Viertgrößter Bestandsverlust: Provinzial Versicherung (−10.555 Verträge)
Viertgrößter Bestandsverlust: Provinzial Versicherung (−10.555 Verträge)Die Provinzial reduziert ihren Wohngebäudebestand 2024 um rund 1,0 Prozent auf 1.090.404 Verträge und bleibt damit viertgrößter Anbieter der Sparte nach Vertragszahl. Ein langfristiger Vergleich ist nur eingeschränkt möglich, da die Westfälische Provinzial 2021 rückwirkend zum 1. Januar in der Provinzial Rheinland Versicherung aufging, die seither unter dem Namen Provinzial Versicherung firmiert. Nach dieser Verschmelzung belief sich der Bestand zunächst auf 1.120.131 Verträge. Wirtschaftlich ist die Provinzial klar positioniert: Mit rund 1,13 Milliarden Euro gebuchten Bruttoprämien und einem Marktanteil von 8,54 Prozent ist sie der zweitgrößte Wohngebäudeversicherer Deutschlands nach Prämienvolumen. Das versicherungstechnische Ergebnis (vor Veränderung der Schwankungsrückstellung) fällt 2024 mit +39,17 Millionen Euro nicht nur positiv aus, sondern stellt das beste Ergebnis der gesamten Branche dar. Der Sechsjahresschnitt 2019 bis 2024 bleibt mit −75,69 Millionen Euro dennoch deutlich negativ. Ausschlaggebend hierfür sind die außergewöhnlichen Verlustjahre infolge der Ahrtal-Katastrophe: 2021 wies die Provinzial ein versicherungstechnisches Minus von 435,16 Millionen Euro aus, 2022 ein Minus von 150,66 Millionen Euro.Provinzial