Junge Menschen in Deutschland schätzen die Bedeutung ihrer Altersvorsorge höher ein als noch vor fünf Jahren. Dennoch bleibt die tatsächliche Vorsorgebereitschaft weiterhin auf einem ernüchternd niedrigen Niveau. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Befragung im Auftrag der Generali Deutschland AG unter 1.000 Personen im Alter von 18 bis 32 Jahren. Während 77 Prozent der Befragten das Thema Altersvorsorge als ziemlich bis sehr wichtig einstufen, sorgen unverändert nur 55 Prozent tatsächlich vor. Damit liegt der Wert sogar leicht unter dem Niveau von 2020, als 57 Prozent angaben, aktiv etwas für ihre Altersabsicherung zu tun.

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Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Jüngsten: Nur 41 Prozent der 18- bis 22-Jährigen betreiben heute eine Form der Altersvorsorge. Im Jahr 2020 waren es noch 49 Prozent. Die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln bleibt damit erheblich. Der demografische Wandel und die steigende Belastung der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente verschärfen die Notwendigkeit, frühzeitig selbst vorzusorgen.

„Unsere Befragung ‚Junge Menschen und Altersvorsorge‘ macht deutlich: Es ist gesellschaftlich essenziell, junge Menschen frühzeitig für das komplexe Thema Altersvorsorge zu sensibilisieren, sie zu informieren und zu beraten. Nur so können wir verhindern, dass Berufsanfänger, Schüler und Studierende in 40 Jahren in die Altersarmut rutschen.", sagt Uli Rothaufe, Chief Insurance Officer Life & Health der Generali Deutschland AG.

Die Sorgen um Altersarmut sind gleichzeitig gewachsen. 71 Prozent der Befragten geben an, Angst davor zu haben, im Rentenalter finanziell nicht abgesichert zu sein. Das ist ein Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber 2020. Dabei sind die Geschlechterunterschiede gravierend: 82 Prozent der jungen Frauen äußern diese Sorge, aber nur 61 Prozent der jungen Männer. Ähnlich groß ist der Unterschied beim tatsächlichen Vorsorgeverhalten: 59 Prozent der Männer sparen fürs Alter, aber nur 51 Prozent der Frauen.

Ein weiterer Trend zeigt, wie stark sich die Informationswege verschoben haben. Während 2020 noch 42 Prozent der Befragten sich mit ihren Eltern über die eigene finanzielle Zukunft austauschten, sind es heute nur noch 28 Prozent. Stattdessen dominieren Eigenrecherche im Internet (44 Prozent) sowie Gespräche mit Freunden (31 Prozent). Kollegen, Social-Media-Inhalte und Versicherungsvermittler spielen ebenfalls eine Rolle, aber deutlich nachrangig.

Als großer Anbieter im Lebensversicherungsgeschäft fordert die Generali politische Reformen und setzt verstärkt auf persönliche, qualifizierte Beratung. Nur wenn junge Menschen wissen, welche konkreten Möglichkeiten sie haben und welche Vorteile frühzeitige Vorsorge bietet, können sie den entscheidenden Schritt vom Wissen zum Handeln gehen. Der Versicherer sieht sich in diesem Zusammenhang durchaus als Partner der Politik und will helfen tragfähige Modelle für eine generationengerechte Altersvorsorge zu entwickeln.

„Junge Menschen dürfen nicht länger mit Unsicherheit über ihre finanzielle Absicherung im Alter allein gelassen werden. Wir wollen junge Menschen umfassend informieren und gemeinsam mit der Politik für tragfähige Konzepte sorgen, die langfristig die besten Voraussetzungen für eine stabile Altersversorgung schaffen“, betont Rothaufe.