Hintergrund: Kaum ein Markt in der Versicherungsbranche ist derart hart umkämpft wie die Kfz-Versicherung. Wiederholt sich doch jedes Jahr im Herbst das gleiche Spiel: Da bis zum 30. November die meisten Kfz-Policen gekündigt werden können, unterbieten sich Versicherer mit ihren Tarifen im Werben um neue Kunden. Dieser „brachiale Preiskampf“ findet bei stetig steigenden Schadenaufwendungen statt. Führt doch die Digitalisierung der Fahrzeuge dazu, dass immer komplexere und teurere Technik verbaut wird.

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Sinkende Prämien und steigende Kosten wirken sich natürlich auch auf die Schaden-Kosten-Quote bzw. Combined Ratio (CR) aus – auf Schaden- und Betriebsaufwendungen in Prozent der verdienten Bruttoprämien. Die durchschnittliche CR über 50 Unternehmen hinweg liegt 2022 für den Zweig Kraftfahrt Gesamt bei 102,42 Prozent. Demnach geben die Versicherer im Schnitt mehr für Schadenaufwendungen und weitere Kosten aus, als sie an Prämien einnehmen. Insgesamt 25 der größten Unternehmen – die halbe Branche also – schreibt in 2022 rote Zahlen.

Versicherungsbote stellt Unternehmen mit den schlechtesten CR-Quoten 2022 vor

In der folgenden Bildstrecke werden jene zehn Unternehmen vorgestellt, die in 2022 die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten ausweisen mussten – die Schaden-Kosten-Verlierer 2022. Zu beachten ist aber: Die Schaden-Kosten-Quote oder Combined Ratio (CR) gewinnt nur im Licht weiterer Kennzahlen Aussagekraft. So sagt die Kennzahl zum Beispiel nichts aus über das Polster der Versicherer auf der Passivseite. Ebenso wenig verrät die Kennzahl über das Leistungsverhalten eines Versicherers im Schadenfall.

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Alle Zahlen sind dem aktuellen „Branchenmonitor Kraftfahrtversicherung 2023“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH entnommen. Der Monitor analysiert die 50 größten Kfz-Versicherer (87 Prozent des Marktes) und kann kostenpflichtig auf der Webseite der Leipziger Experten bestellt werden.