„Als Vorsitzender des Vorstands hat Oliver Bäte im Krisenjahr 2022 das Unternehmen und sein Team mit ruhiger Hand erneut zu operativen Rekordergebnissen geführt. Auch bei der Markenstärke sowie der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit wurden neue Bestleistungen erreicht. Die zügige Bewältigung der Structured Alpha-Verfahren in den USA und die Etablierung der Partnerschaft mit Voya Investment Management zur Stärkung des US-Geschäfts der Allianz Global Investors sind nicht zuletzt seinem umsichtigen Handeln zu verdanken“, lobte der Aufsichtsrat des Allianz-Konzerns im Geschäftsbericht 2022.

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Lob, das sich in Gestalt einer Vertragsverlängerung auswirken könnte. Bereits im März diesen Jahres wurde über eine Vertrags-Verlängerung mit Oliver Bäte spekuliert (Versicherungsbote berichtete). Nun würden sich die Hinweise auf eine solche Verlängerung verdichten, schreibt das Handelsblatt (HB) und beruft sich dabei auf die Bestätigung mehrerer Insider.

Das Blatt spekuliert weiter, dass die Zusammenarbeit zwischen Bäte und dem Allianz-Konzern bis 2027 fortgesetzt werden könnte. Der heute 58-jährige Bäte wäre dann 62 Jahre alt und hätte die hausinterne Altersgrenze für Vorstände erreicht begründet das Handelsblatt. Als zweiten Grund für einen Drei-Jahres-Vertrag nennt die Wirtschaftszeitung, dass Bäte 2027 genau zwölf Jahre an der Konzernspitze gewirkt hätte. Kein Zufall: Die Amtsvorgänger von Oliver Bäte, Michael Diekmann und Henning Schulte-Noelle, waren ebenfalls je zwölf Jahre im Amt. „In einem traditionsbewussten Haus wie der Allianz spielt bei wichtigen Personalentscheidungen auch die Position im Geschichtsbuch eine wichtige Rolle“, schreibt das Handelsblatt dazu.

Auch der Kontrakt mit Andreas Wimmer soll nach HB-Informationen verlängert werden. Wimmer übernahm zum 1. Oktober 2021 das Amt von Jaqueline Hunt, die im Zusammenhang mit dem Structured Alpha Fonds-Skandal ihren Posten räumen musste (Versicherungsbote berichtete).

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Zu beiden Personalien wollte sich die Allianz auf Handelsblatt-Nachfrage nicht äußern.