Das Geschäft mit der Vollversicherung in der privaten Krankenversicherung (PKV) macht es den Anbietern nicht leicht. So verloren zwischen 2020 und 2021 insgesamt 21 Versicherer Kunden im Bestand (Versicherungsbote berichtete). Im Bereich der Krankenzusatzversicherung sieht es besser aus: So stieg laut Assekurata die Anzahl der Personen in der Zusatzversicherung marktweit um 1.111.591 von 27.726.007 auf 28.837.598, was einem Plus von rund 4 Prozent (Vorjahr: 2,8 %) entspricht. Den größten Zuwachs sicherte sich die Barmenia (Versicherungsbote berichtete). Die Liste derjenigen Anbieter, die Bestandsverluste hinnehmen mussten, wird 2021 von Signal Iduna angeführt (Versicherungsbote berichtete). Doch trotz des enormen Zuwachses von 400.000 Personen kommt Barmenia nicht Signal Iduna vorbei, wenn man den Gesamtbestand betrachtet.

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Welche Krankenversicherer 2021 insgesamt über die meisten Personen mit einer Krankenzusatzversicherung verfügten, zeigt die obige Bilderstrecke. Die dort verwendeten Zahlen stammen vom Analysehaus Assekurata. In ihrer Auswertung ließen die Analysten allerdings die Auslandsreisekrankenversicherung unberücksichtigt.

Krankenzusatzversicherung: Ausschließlichkeit führender Vertriebskanal

Vergangenes Jahr zeigte eine Erhebung aus dem Hause Heute & Morgen, dass es den allermeisten GKV-Versicherten (66 Prozent) schwer fällt, die für sich passenden Krankenzusatzversicherungen auszuwählen. Doch bei der Aufgabe, sich als Lotse im Dschungel der Krankenzusatz-Angebote durchzusetzen und das Potenzial zu heben, das sich durch Krankenzusatzversicherungen bietet, sind andere Vertriebswege als der Maklerkanal deutlich erfolgreicher, so die Untersuchung von Heute & Morgen.

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Krankenzusatzversicherungen werden demnach am häufigsten von der Ausschließlichkeit (26 Prozent) vermittelt. 23 Prozent der KV-Zusatz-Policen werden online direkt beim Versicherer abgeschlossen. Nur 15 Prozent der Krankenzusatzversicherungen werden über Versicherungsmakler vermittelt. Danach gefragt, welche Abschlusswege im Krankenzusatzbereich für sie zukünftig grundsätzlich in Frage kommen, verwiesen die meisten GKV-Versicherten auf die eigene Krankenkasse (81 Prozent).